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Künstliche Intelligenz soll MRT-Aufnahmen zur MS-Verlaufskontrolle auswerten

Dienstag, 24. November 2020

/zinkevych, stock.adobe.com

Mannheim/Heidelberg – Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Mannheim der Uni­versität Heidelberg und zweier mittelständischer Unternehmen entwickeln ein Analyse­verfahren, das die Auswertung von Magnetresonanztomografien (MRT) zur Verlaufskon­trolle bei Multiple-Sklerose-Patienten verbessern und vereinfachen soll.

Das Vorhaben ist eines von neun Modellprojekten, die das Ministerium für Wirtschaft, Arbeiten und Wohnungsbau Baden-Württemberg im Rahmen des Wettbewerbs „KI für KMU“ mit insgesamt 2,5 Millionen Euro fördert.

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Bekanntlich sind MRT-Aufnahmen ein wichtiger Baustein bei der MS-Verlaufskontrolle. Die Auswertung der komplexen Aufnahmen im Zeitverlauf ist sehr anspruchsvoll und setzt viel Erfahrung des Mediziners voraus.

„Ein Verfahren, das dem behandelnden Arzt quasi auf Knopfdruck eine exakte Auswer­tung der MRT-Aufnahmen im Zeitverlauf liefert, würde die Versorgung von MS-Patienten vereinfachen und verbessern“, hieß es aus der Arbeitsgruppe um Achim Gass, Professor für Neurologische Bildgebung an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM).

Mit der Voxel Guided Morphometry (VGM) ist den Wissenschaftlern zufolge bereits eine Technik vorhanden, die Veränderungen des Gehirns im Zeitverlauf erfassen und in einer Art Landkarte abbilden kann. Die Verarbeitung der großen Datenmengen erfordere je­doch enorme Rechenkapazitäten, daher werde diese Methode bislang nur in der For­schung eingesetzt.

Die Projektpartner wollen jetzt eine Künstliche Intelligenz einsetzen, welche die anfall­en­den Bilddaten sekundenschnell auswertet und auch kleinste Gewebeverän­derungen im geschädigten Gehirn sicher erfassen soll. Die Forscher entwickeln einen KI-Algorithmus, den sie anschließend in eine benutzerfreundliche Software integrieren wollen. Diese sollen Kliniken und Arztpraxen nutzen können. © hil/aerzteblatt.de

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