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Ausland

Coronafall in französischer Nerzfarm, Italien wappnet sich für Infektionen

Montag, 23. November 2020

/picture alliance, Mads Claus Rasmussen

Paris/Rom – In Frankreich ist erstmals in einer Nerzfarm das Coronavirus SARS-COV-2 nachgewiesen worden. Wie die französischen Ministerien für Landwirtschaft, Gesundheit und Umwelt mitteilten, wurde die Keulung aller 1.000 Nerze auf dem Hof in der nord­fran­­zösischen Region Eure-et-Loir angeordnet. Auch Produkte, die aus den Fellen der Tiere hergestellt wurden, müssen demnach entsorgt werden.

Den Behördenangaben zufolge wurden alle vier Nerzfarmen in Frankreich auf das Coro­navirus hin untersucht. In einer Farm seien keine Infektionen festgestellt worden, zwei weitere Testergebnisse stehen demnach noch aus. Frankreichs Regierung hob die Bedeu­tung von Abstandsregeln in der Nerzzucht hervor – sowohl zum Schutz der Tiere vor einer Ansteckung durch das Personal als auch umgekehrt.

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In mehreren EU-Ländern war das Coronavirus SARS-CoV-2 bereits bei Nerzen nachgewie­sen worden. Unter anderem in den Niederlanden, Schweden, Italien und den USA wurden vereinzelt Fälle festgestellt.

In Dänemark wurde eine mutierte Form des Virus gefunden, die als besonders gefährlich gilt, weil sie die Wirksamkeit künftiger Impfstoffe beeinträchtigen könnte. Die dänische Regierung ordnete deshalb eine Keulung aller Tiere im Land an. Vorgestern demons­trier­ten hunderte Landwirte in Kopenhagen gegen diese Entscheidung.

Das italienische Ge­sund­heits­mi­nis­terium hat heute Vorkehrungen getroffen, um schnell handeln zu können. Gesundheits­minis­ter Roberto Speranza habe eine Verordnung unter­zeichnet, die die Einstellung des Be­triebs von Farmen in ganz Italien bis Februar 2021 möglich mache, bis eine neue Bewer­tung des epidemiologischen Status vorliege, wie das Ministerium mitteilte.

Demnach können die zuständigen Behörden eine Farm mitsamt ihren Fahrzeugen und ihrer Ausrüstung bei einem Coronaverdacht beschlagnahmen. Sollte sich der Verdacht auf eine Erkrankung unter den Nerzen bestätigen, würden die Nerze auf dem Hof getötet.

Obwohl es in Italien, verglichen mit anderen europäischen Ländern, weniger Nerzfarmen gibt, folgt das Land damit „dem Prinzip maximaler Vorsicht“, wie es in der Mitteilung wei­ter hieß. Seit Beginn der Pandemie starben in Italien knapp 50.000 Menschen mit SARS-CoV-2. Insgesamt wurden bislang etwas mehr als 1,4 Millionen Coronainfektionen regis­triert. © afp/dpa/aerzteblatt.de

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