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Zentrale Datenbank für COVID-19-Impfstudien im Aufbau

Dienstag, 24. November 2020

/picturealliance, Stefan Puchner

Köln – Am Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entstehen Probanden­daten­banken für Impfstudien zum Coronavirus SARS-CoV-2. Die Wissenschaftler erstellen eine deutsche und eine europaweite Plattform, die alle Kompetenzzentren erfasst, in denen Impfstoffe gegen das Coronavirus getestet werden.

Klinische Studien der Phase III für COVID-19-Impfstoffe sind bekanntlich ein wichtiger und unumgänglicher Schritt auf dem Weg zur Zulassung. Nach den Phasen I und II, in denen bis zu 500 Probanden den Impfstoff getestet haben, werden in der dritten Phase mehrere tausend Studienteilnehmer eingeschlossen, um die Wirksamkeit und die Sicherheit eines Impfstoffs zu bestätigen.

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Weltweit sind derzeit nach Angaben des Verbands forschender Pharmaunternehmen 169 Impfstoffe in der Entwicklung, davon haben acht mit Phase-III-Studien begonnen. Aber laut den DZIF werden viele Studien nicht in Europa geplant, sondern zum Beispiel in Nord- und Südamerika.

„Es besteht die Gefahr, dass die Europäische Union bei der Beteiligung an den wichtigs­ten COVID-19-Impfstoffstudien den Anschluss verliert“, warnte der Kölner Infektiologe Oliver Cornely, der die europaweite Plattform und eine Probandendatenbank im DZIF auf den Weg bringt.

Cornely hat sich zum Ziel gesetzt, eine Plattform aufzubauen, die leistungsfähige kli­ni­sche Studienzentren in der EU versammelt und innerhalb kürzester Zeit Zulassungs­stu­dien für COVID-19-Impfstoffe mit Sponsoren aus der pharmazeutischen Industrie und aus akademischen Institutionen realisieren kann.

Parallel dazu bauen die Wissenschaftler eine Probandendatenbank für COVID-19-Impf­stoffstudien in Deutschland auf, um die Attraktivität des Studienstandorts Deutschland zu erhöhen.

Interessierte Bürger können sich über einen einfachen elektronischen Fragebogen in die Probandendatenbank an der Uniklinik Köln eintragen. Die Datenbank richtet sich an er­wachsene Interessierte aller Altersgruppen, mit und ohne Vorerkrankungen.

Wenn zukünftige Coronaimpfstudien auf ein eingegebenes Profil passen, werden die In­teressenten per E-Mail kontaktiert. Sie entscheiden dann, ob sie mit den Organisatoren einer Coronaimpfstudie in Kontakt treten und an einer Studie teilnehmen möchten. © hil/aerzteblatt.de

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