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Ernährungsbericht: Keine Nachteile für vegan und vegetarisch lebende Kinder

Dienstag, 24. November 2020

/picture alliance, imageBROKER, Dr. Wilfried Bahnmüller

Berlin – Auch bei Kindern, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, ist die Versorgung mit Hauptnährstoffen sowie den meisten Vitaminen und Nährstoffen ausreichend. Das ist eines der Ergebnisse der VeChi-Youth-Studie, die gestern im Rahmen des 14. Ernährungsberichts der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) veröffentlicht wurde.

Der Bericht wird alle vier Jahre mit finanzieller Unterstützung des Bundesernährungs­ministeriums (BMEL) erstellt und soll ein aktuelles Bild der Ernährungssituation der Deutschen vermitteln. Für Felder, die bislang wenig untersucht sind, werden jeweils eigene Studien durchgeführt.

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Für den Bereich der veganen Ernährung bei Kindern habe es beispielsweise bislang nur drei Publikationen gegeben, berichtete Markus Keller vom Institut für alternative und nachhaltige Ernährung (Ifane), Mit-Autor der VeChi-Studie. Auch die aktuelle Studie sei nicht repräsentativ, da nicht bekannt sei, wie viele Kinder in Deutschland vegan oder auch vegetarisch leben. Sie trage aber zur Verbesserung der Datenlage bei.

Untersucht wurden rund 400 Kinder im Alter von sechs bis 18 Jahren, die über zwei Jahre regelmäßig Blut- und Urinproben ablieferten und ein Ernährungstagebuch führten. Den Ergebnissen zufolge gab es keine nennenswerten Unterschiede in Größe und Gewicht innerhalb der Altersgruppen zwischen solchen Kindern, die sich vegan, vegetarisch oder mit Mischkost ernährten.

Auch mit dem viel diskutierten Vitamin B12 seien alle drei Gruppen ausreichend versorgt gewesen, so Keller. Offenbar werde auf eine ausreichende Supplementierung bei der veganen und vegetarischen Ernährung geachtet. Zudem verzehrten Kinder mit diesen beiden Ernährungsweisen den Angaben zufolge mehr Gemüse, Obst , Hülsenfrüchte und Nüsse. Die Veganer naschten zudem am wenigsten und griffen seltener zu Fertignahrungsmitteln.

Guter Vitamin-D-Status kann vor Atemwegserkrankungen schützen

Die vegan und vegetarisch essenden Kinder hatten jedoch eine signifikant niedrigere Eisenversorgung als die Mischkostler. Kritisch bei allen drei Ernährungsformen sei die Versorgung mit Vitamin B2, Calcium, Jod sowie Vitamin D, erklärte Keller.

Er und seine Mit-Autorin Ute Alexy von Rheinische­n Friedrich­-Wilhelms-­Universität Bonn rieten dazu, bei Vitamin B2, Jod und Calcium mit einer entsprechenden Ernährung gegenzusteuern, etwa jodiertes Salz zu verwenden. Bei Vitamin D müsse bei riskantem Mangel im Einzelfall über eine Supplementierung nachgedacht werden.

Ebenfalls mit Vitamin D befasste sich eine Überblicksarbeit, die in dem Ernährungsbericht veröffentlicht wurde. Für die Untersuchung seien 73 Reviews qualitativ analysiert und ausgewertet worden, erklärt DGE-Präsident Jakob Linseisen, der die Ergebnisse vorstellte. Die Autoren hatten bei der Auswertung speziell die Auswirkung des Vitamin-D-Status auf bestimmte Krankheiten wie Demenz, Depressionen, Diabetes oder auch Atemwegsinfektionen im Blick.

Zur Auswirkung von Vitamin D auf COVID-19 könne die Arbeit keine Antworten liefern, so Linseisen, diese sei bereits vor einem Jahr abgeschlossen worden. Die Auswertung hätte aber gezeigt, dass eine gute Versorgung mit Vitamin D vor akuten Atemwegserkrankungen schützen könne und sich positiv auf die Behandlung von Asthma oder COPD auswirke.

Immer mehr Schwangere mit Übergewicht

Im Bereich Übergewicht und Adipositas habe Deutschland im Vergleich zum vergangenen Ernährungsreport vor vier Jahren kaum Fortschritte gemacht, berichtete Helmut Heseker, Chefredakteur des Berichts und Mitglied im Wissenschaftlichen Präsidium der DGE.

Er hob besonders die Erkenntnisse zur Entwicklung bei Schwangeren hervor. Immer mehr Frauen seien bei der Erstuntersuchung übergewichtig. 2017 seien es 40 Prozent gewesen, im Vergleich zu 34 Prozent zehn Jahre zuvor.

„Adipositas in der Schwangerschaft ist für die werdende Mutter unter anderem mit einem erhöhten Risiko für Gestationsdiabetes, Hypertonie und Präeklampsie verbunden und mit einem erhöhten Geburtsgewicht sowie einem späteren Übergewichtsrisiko des Kindes assoziiert“, so Heseker.

Eine Auswertung der Agrarstatistik zeige immerhin, dass sich bei der Ernährung der Deutschen auch etwas zum Positiven getan habe, berichtete Kurt Gedrich von der TU München. Demnach verzehrten die Deutschen mehr Gemüse, Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees sowie weniger Alkohol und Schweinefleisch.

Zugleich sei jedoch der Verzehr von Obst, frischen Kartoffeln und Getreideerzeugnissen gesunken. Zudem hätten die Deutschen mehr Käse, Rind- und Geflügelfleisch gegessen. Der Fleischverbrauch liege mit knapp 60 Kilogramm pro Kopf im Jahr immer noch zu hoch. © alir/aerzteblatt.de

Leserkommentare

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Avatar #864869
Tobias Stricker
am Montag, 11. Januar 2021, 15:29

Extrem schlechte Studie

Auch bei dieser Studie zeigt sich tatsächlich wieder, dass die Ernährungswissenschaft eine Pseudo-Wissenschaft ist, zumindest in ihrem überwiegendem Teil.
Veganer Ernährung fehlen immer über 15 Nährstoffe, welche auch nur sehr eingeschränkt durch Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden können. In Pflanzen sind diese Nährstoffe einfach nicht existent. Es fehlen eben nicht nur B12!
Des Weiteren wird immer so getan, dass vegetarisch und vegan das Gleiche wären. Stimmt aber nicht. Können Vegetarier ihren Gesundheitsstatus noch auf dem Niveau eines Junkfood-Esser halten, haben Veganer eine 20-30% erhöhte Gesamtsterblichkeitsrate, wie die Oxford-Studie zeigte.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4691673/table/tbl4/?report=objectonly

Die Folgen vegetarischer und veganer Ernährung auf Kinder wurden in dieser exzellenten Interventionsstudie demonstriert. Vegane und vegetarische Kinder haben innerhalb von 4 Jahren einen Entwicklungsrückstand in allen gemessenen Kategorien von 2 Jahren gegenüber Kindern, welche Fleisch essen.
https://academic.oup.com/jn/article/137/4/1119/4664672?searchresult=1

Das große Problem der Ernährungswissenschaft ist, dass sie zum überwiegenden Teil von der religiösen Sekte der 7th-day Adventist kontrolliert wird. Deren Gründerin hatte Mitte des 19. Jahrhunderts Engelsvisionen, welche ihr sagten, dass das Böse in der Welt von der sexuellen Lust käme und diese wiederum vom Konsum von Fleisch. Sie betreiben deshalb "medical missionary", um die Welt vom Fleischkonsum zu "befreien". Dafür geben sie über 3,6 Milliarden US Dollar aus. Ein Großteil ihrer Mitglieder ist deshalb in den Ernährungs"wissenschaften" professionell tätig und alle Schlüsselpositionen sind von ihnen besetzt. Hinzu kommt, dass sie sich mit der Bauernlobby und den großen Lebensmittelkonzernen verbündet haben. (Die Gewinnmargen für vegane Produkte ist obszön und sind ein Vielfaches des Drogenhandels.) Deshalb die pausenlose vegane Propaganda auf allen Kanälen. Und natürlich nehmen sie auch in der DGE und den Universitäten entsprechenden Einfluss.
Avatar #862701
Matthias Müller
am Donnerstag, 31. Dezember 2020, 20:34

Falschbehauptung

Dem Beitrag von Practicus ist hinzuzufügen dass Richard P. Feynman kein Ernährungswissenschaftler war, und er vor allem schon seit über 30 Jahren tot ist. Die Ernährungswissenschaft ist eine international anerkannte Naturwissenschaft mit entsprechenden Studiengängen. Denn die wissenschaftliche Methodik der Empirie zeichnet sich nicht durch "Experimente" aus, sondern durch Beobachtung, und Auswertung von Daten. Experimente macht man in der Schule, oder in komplexerer Form in angewandten Naturwissenschaften. Der Großteil der Wissenschaft ist Beobachtung, Theorie und Hypothese. Und nichts anderes ist das hier in dem Artikel vorgestellte Ergebnis einer Untersuchung der Ernährung von 400 Kindern und Jugendlichen - klassische wissenschaftliche Methodik. Und das Ergebnis überrascht nicht, da es bereits aus anderen empirischen Erhebungen bekannt ist.

Das Zitieren fachfremder und bereits zum Teil seit langem verstorbenen Personen ist hingegen pseudowissenachaftliches Vorgehen, wie man es aus Kreisen von Leugnern und Skeptikern kennt. Ob beim Thema Klimawandel oder z. B. auch Corona. Im Netz werden von zumeist anonymen Privatpersonen "Quellen" und Behauptungen verbreitet, die von Leuten stammen die in aller Regel keine aktiv in der entsprechend wissenachaftlichen Forschung tätig sind oder jemals waren. Derartiges Verhalten findet sich immer dort, wo eine empirische Faktenlage der subjektiven Wahrnehmung einzelner Individuen widerspricht. Man nennt das auch Bias-Bestätigungs-Suche. Leute die fest daran glauben dass vegane Ernährung ungesund ist, dass der Mensch keinen Einfluss auf das Klima hat, oder dass Corona eine Erfindung vermeintlich bòser Eliten ist, sind auch durch die beste wissenschaftliche Methodik nicht belehrbar.
Avatar #79783
Practicus
am Dienstag, 24. November 2020, 21:54

Die gesamte Ernährungsmedizin

ist Pseudo-Wissenschaft, von Richard P. Feynman auch als "Cargo-Kult-Science" beschrieben: Sieht aus wie Wissenschaft mit vielen Tabellen, Formeln und statistischen Berechnungen, ist aber keine!
Gegenüber tatsächlicher Wissenschaft fehlt das Entscheidende: Das Experiment! Nirgends ist die Datenbasis so unzuverlässig wie in der Ernährungswissenschaft, es gibt riesige "Reporting-Biases", die Qualität der kunstvoll verarbeiteten Datenbasis ist hundsmiserabel!
Die Ernährungswissenschaft kann allenfalls Trends signalisieren, aber keine signifikanten Schlussfolgerungen erlauben.
Die Ernährungsmedizin befindet sich wissenschaftlich gesehen in einer bemitleidenswerten Lage
Avatar #773305
Danuta31
am Dienstag, 24. November 2020, 20:32

Ernährungsbericht

Sehr Interessant!!!
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