szmtag 21.385 Kinder nach einer 2018 begonnenen Kinderwunsch­behandlung...
NewsVermischtes21.385 Kinder nach einer 2018 begonnenen Kinderwunsch­behandlung geboren
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

21.385 Kinder nach einer 2018 begonnenen Kinderwunsch­behandlung geboren

Mittwoch, 25. November 2020

/picture alliance, Klaus-Dietmar Gabbert

Düsseldorf – Die Chance, mit Unterstützung einer Kinderwunschbehandlung schwanger zu werden, liegt pro Behandlungszyklus bei etwa 33 Prozent. Wenn die Paare, bei denen es im ersten Zyklus nicht geklappt hat, einen weiteren Behandlungszyklus auf sich nehmen, liegt die Schwangerschaftsrate ebenfalls bei etwa 30 Prozent.

Das geht aus Zahlen des Deutschen IVF-Registers hervor, die jetzt im Jahrbuch 2019 des Registers erschienen sind. Danach wurden in Deutschland 2018/2019 21.385 Kinder nach einer im Jahr 2018 begonnenen Kinderwunschbehandlung geboren.

Anzeige

Laut dem Jahrbuch steigt ab einem Alter der Mutter von 35 Jahren die Gefahr, dass nach dem Einsetzen des Embryos keine Schwangerschaft zustande kommt, oder dass die Schwangerschaft durch eine Fehlgeburt endet. Mit 40 Jahren liegt die Chance auf eine Schwangerschaft pro Behandlungsrunde noch bei rund 20 Prozent und die Chance auf eine Geburt bei 15 Prozent.

„Wir können nichts daran ändern, dass bei Frauen über 35 Jahre nicht nur die Zahl der Eizellen in den Eierstöcken sinkt, so dass wir nach der hormonellen Stimulation immer weniger reife Eizellen durch eine Punktion gewinnen können. Es nimmt ab diesem Alter auch bereits die Chance ab, dass sich ein zunächst lebensfähiger Embryo in der Wand der Gebärmutter einnistet“, erläutert Jan-Steffen Krüssel vom Kinderwunschzentrum des Universitätsklinikums Düsseldorf (UniKiD).

Während bei Frauen unter 30 Jahren in etwa vier von zehn Fällen pro Behandlungszyklus diese Einnistung erfolgreich sei, seien es bei den Frauen zwischen 35 und 40 Jahren nur noch drei von zehn, bei einer 40-jährigen Frau nur noch zwei von zehn.

Die Krankenkassen und die Bundesländer übernehmen unter bestimmten Bedingungen einen Teil der Kosten für die Kinderwunschbehandlung bis zum 40. Lebensjahr der Frau. „Es ist sinnvoll, trotzdem nicht bis zum letzten Moment abzuwarten und zu versuchen, ob es nicht doch noch auf natürlichem Weg funktioniert. Je früher die Beratung und die Behandlung anfangen, umso besser können wir helfen“, so Krüssel.

Das Deutsche IVF-Register erfasst nach eigenen Angaben die Behandlungen und ihrer Ergebnisse aus nahezu allen deutschen Kinderwunschzentren. Mittlerweile enthält es fast zwei Millionen Behandlungen und registriert über 300.000 geborene Kinder in Deutschland. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER