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Politik

Lauterbach: Teillockdown wirkt weit schwächer als erwartet

Mittwoch, 25. November 2020

Karl Lauterbach (SPD) /picture alliance, Michael Kappeler

Berlin – Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat eingeräumt, dass der derzeitige Teillockdown die Coronainfektionszahlen bei weitem nicht so senkt wie erwartet. „Er wirkt etwa halb so stark, wie wir gerechnet haben“, sagte Lauterbach heute Morgen im ARD-„Morgenmagazin“. Grund dafür seien neue SARS-CoV-2-Infektionsherde etwa in Schulen.

Um dort Neuansteckungen zu verhindern, solle es nach Möglichkeit Wechselunterricht geben. „Das gelingt uns für die Fachhochschulen, für die Universitäten geben wir es jetzt für alle vor. Das muss auch an den Schulen möglich sein“, sagte Lauterbach. Die Einigung der Ministerpräsidenten vor den Verhandlungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel heute sieht flächendeckenden Wechselunterricht bislang nicht vor.

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Die Vorschläge der Länderchefs zu Regeln über die Weihnachtsfeiertage begrüßte Lauterbach. Demnach sollen vom 23. Dezember bis zum 1. Januar bis zu zehn Personen erlaubt sein, Kinder bis 14 Jahre ausgenommen.

„Wir müssen auch einen Ansporn geben, dass sich jetzt alle zusammennehmen, um das möglich zu machen“, sagte Lauterbach dazu. Lockerungen seien nicht selbstverständlich, sondern vom Infektionsgeschehen abhängig.

Wichtig vor den Weihnachtstagen sei in jedem Fall, dass sich vor den Feiern alle nach Möglichkeit in eine Art Vorquarantäne begeben würden. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #759489
MITDENKER
am Samstag, 12. Dezember 2020, 12:39

Die Inflation eines Gesundheitspolitikers

Wenn jemand sich nicht in Vorquarantäne begibt, dann Herr Lauterbach. Schließlich jettet er permanent durch die Republik - und verteilt seine Aerosole bundesweit - um überall seinen Senf dazu zu geben.
Unterhaltsam und aufschlussreich, der Artikel über ihn in den "NACHDENKSEITEN":
"Professor Seltsam oder: Wie ich lernte, Talkshows zu hassen"
Zum Lesen und Lachen (und Kopfschütteln).
Avatar #831974
BB-DD
am Mittwoch, 25. November 2020, 15:19

PS.

Ich verstehe bei gegenwärtiger Lage nicht, was diesen Aktionismus überhaupt antreibt.
"Grund dafür seien neue SARS-CoV-2-Infektionsherde etwa in Schulen." Woher nimmt Herr Lauterbach diese Weisheit? Hat er zuletzt mal in die täglichen Berichte des RKI geschaut?
Im letzten Monat sind bei über 500'000 "Fällen" insgesamt in KITAs und Schulen 14500 Fälle bei Schülern und 6350 Fälle bei Lehrern/Erziehern/Personal aufgetreten, zusammen 4% aller Fälle. Für die letzten 14 Tage waren es bei über 250000 Fällen 9500 Fälle bei Schülern und 4200 Fälle bei Lehrern/KITA-Betreuern, zusammen 5.5% aller Fälle. Allein an allgemeinbildenden Schulen sind mehr als 8.3 Mio. Kinder/Jugendliche unterwegs - 10% der Bevölkerung, zuzüglich fast 800000 Lehrer (1% der Bevölkerung). Dann treten in Schulen und KITAS im Verhältnis ja wohl eher deutlich weniger Fälle auf, als im Rest der Bevölkerung. Das bleibt selbst dann richtig, wenn man berücksichtigt, dass evtl. nur 2/3 aller Fälle an Schulen/KITAS im Meldesystem als solche markiert sind. Die Hospitalisierungsquoten von 1% bei Kindern und 2.6 % bei Lehrern/Erziehern liegt ja wohl auch weit unter den allgemein 7% der letzten Wochen, so dass das Infektionsgeschehen in Schulen und KITAs für Krankenhäuser irrelevant ist, zudem allgemein schon extrem wenige Kinder hospitalisiert sind im Vergleich zu den Vorjahren! Der über die letzen Wochen zunehmende Altersdurchschnitt aller Fälle spricht genauso wenig für Kinder als Problemgruppe. Auch gibt das RKI den Hinweis: "Für die übermittelten COVID-19-Fälle aus allen genannten Einrichtungen ist jedoch unbekannt, wie hoch der Anteil derer ist, die sich auch in dieser Einrichtung angesteckt haben."
Dem Land wäre wohl eher schon mal ein kleines bisschen geholfen, wenn dieser Herr ab sofort einen wirklich langen Weihnachtsurlaub machen, weniger solcher Ratschläge erteilen und die Schulen in Ruhe lassen würde.
Avatar #831974
BB-DD
am Mittwoch, 25. November 2020, 14:24

Modelle

"Er [der Lockdown] wirkt etwa halb so stark, wie wir gerechnet haben..."
Wenn Herr Lauterbach mit Modellen rechnet, die Millionen von Fällen innerhalb kürzester Zeit erwarten und diese Modelle ebenso benutzt, um den Effekt des Lockdowns zu berechnen, ist es kein Wunder.
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