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Caritas und EKD distanzieren sich von Coronaleugnern

Mittwoch, 25. November 2020

EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm. /picture alliance, Michael Reich

Berlin/Hannover – Caritas-Präsident Peter Neher und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) haben sich von sogenannten Querdenkern und Coronaleugnern distanziert. Er mache „keine gemeinsame Sache“ mit diesen Menschen, erklärte Neher.

Anlass für seine Äußerungen ist ein Flyer, der derzeit im Umlauf ist. Neher und der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm werden darin zitiert und es wird eine Nähe zu Positionen von Gegnern der Coronamaßnahmen suggeriert.

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Der Flyer trägt den Titel „Einsame Weihnachten?“ und stammt von einer Gruppierung mit dem Namen „Freiheitsboten“. Nach deren Angaben erschien der zweiseitige Flyer Mitte November mit einer Auflage von 1,6 Millionen. Neher wird darin mit den Worten zitiert, es sei gerade an Festtagen wichtig für alte Menschen, Kontakt zu ihren Kindern und Enkelkindern zu haben. Es sei wichtig, „das Gefühl zu haben, noch zu einer Familie zu gehören in einer solch emotional dichten Zeit“.

In seiner Reaktion betonte Neher nun, nicht die Coronamaßnahmen, sondern „ein Virus, das weltweit bereits über einer Million Menschen das Leben gekostet hat, vermiest uns Weihnachten (und so vieles mehr)“. Die Pressestelle der Caritas erklärte zudem, wer Fakten nicht anerkenne, reiße Zitate einfach aus ihrem Zusammenhang, um Verschwö­rungstheorien mit Argumenten zu stützen. „Das ist einfach schamlos.“

Auch ein EKD-Sprecher erklärte auf Anfrage, dass man sich „von der missbräuchlichen Verwendung des Bedford-Strohm-Zitats ausdrücklich distanziere“. Der Ratsvorsitzende habe sich „in zahllosen Interviews unter Bezug auf das Doppelgebot der Liebe für den Schutz der Gesundheit und die dafür erforderlichen Maßnahmen ausgesprochen“.

Dass die Urheber des Flyers „einen Satz aus dem Zusammenhang reißen und für ihre Zwecke umdeuten, spricht für die Schamlosigkeit, mit der bewusst Sinnzusammenhänge verdreht und Fakten ignoriert werden“. Wer die Coronabekämpfung systematisch sabotiere und die Ignoranz gegenüber der Pandemie zum Programm mache, riskiere das Leben vieler Menschen.

Bedford-Strohm war in dem Flyer mit den Worten zitiert worden: „Wir müssen die Balance finden in den Altenheimen. Mit zunehmendem Wissen über die Ansteckungswege haben wir alle gelernt, dass einige Maßnahmen zu Beginn der Pandemie in mancher Hinsicht überzogen waren.“ © kna/aerzteblatt.de

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