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Europäische Kommission legt Pharmastrategie vor

Mittwoch, 25. November 2020

/Stuart, stock.adobe.com

Brüssel – Die Europäische Kommission hat heute ihre Pharmastrategie vorgelegt. Diese enthält zahlreiche legislative und nicht legislative Maßnahmen für die künftige Arznei­mittelpolitik. Dazu gehören eine Überarbeitung der EU-Basis-Arzneimittelgesetzgebung sowie Verordnungen über Arzneimittel für seltene Erkrankungen und Arzneimittel für Kinder.

Die Strategie soll Patienten den Zugang zu innovativen und erschwinglichen Arznei­mit­teln garantieren und die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit sowie die Nachhal­tig­keit der EU-Arzneimittelindustrie zu unterstützen. So soll der europäische Arznei­mittelbedarf künftig auch in Krisenzeiten durch „solide Lieferketten“ gedeckt werden.

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„Die COVID-19-Pandemie hat deutlich gemacht, dass wir unsere Gesundheitssysteme drin­gend stärken müssen. Dazu zählt auch der Zugang zu sicheren, wirksamen und hoch­wertigen Arzneimitteln zu erschwinglichen Preisen“, erklärte Ursula von der Leyen‚ Präsi­dentin der Europäischen Kommission.

Sie rief die Mitgliedstaaten und das Parlament dazu auf, den nun vorgelegten Ansatz – der sich über die nächsten drei Jahren und darüber hinaus erstrecken werde – zu unter­stützen.

Stella Kyriakides, EU-Kommissarin für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, betonte: „Die Strategie ist Teil unserer langfristigen Vision für offene strategische Autonomie und unsere Antwort auf die gegenwärtigen Herausforderungen sowie die durch COVID-19 aufgedeckten Schwachstellen. Heute errichten wir eine weitere Säule der Europäischen Gesundheitsunion.“

Konkret umfassen die Leitinitiativen der Strategie Folgendes:

  • die Überarbeitung der grundlegenden Rechtsvorschriften über Arzneimittel (angestrebtes Datum für einen Vorschlag: 2022);
  • einen Vorschlag zur Errichtung einer EU-Behörde für die Krisenreaktion bei gesundheitlichen Notlagen (Vorschlag: 2. Halbjahr 2021);
  • die Überarbeitung der Verordnungen über Arzneimittel für Kinder und für seltene Krankheiten
  • die Einleitung eines strukturierten Dialogs mit und zwischen allen Akteuren der Arzneimittelherstellung und den Behörden, um Schwachstellen in der globalen Lieferkette kritischer Arzneimittel zu ermitteln und politische Optionen zur Stärkung der Kontinuität und Sicherheit der Versorgung in der EU zu gestalten;
  • die Zusammenarbeit der nationalen Behörden bei der Preisgestaltungs-, Zahlungs- und Beschaffungspolitik, um die Erschwinglichkeit und Kostenwirksamkeit von Arzneimitteln sowie die Tragfähigkeit des Gesundheitssystems zu verbessern;
  • die Schaffung einer soliden digitalen Infrastruktur, einschließlich eines Vorschlags für einen europäischen Raum für Gesundheitsdaten (angestrebtes Datum für einen Vorschlag: 2021);
  • die Förderung von Forschung und Innovation;
  • Maßnahmen zur Förderung innovativer Ansätze für die Forschung und Entwicklung in der EU und die Vergabe öffentlicher Aufträge für antimikrobielle Mittel und ihre Alternativen sowie Maßnahmen zur Einschränkung und Optimierung ihres Einsatzes.

Auf der Tagung des EU-Rates „Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucher­schutz“ am 2. Dezember 2020 soll das erste Mal auf politischer Ebene über die Strategie beraten werden. © aha/aerzteblatt.de

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