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Ärzteschaft

Kassenärzte: Bis zu 30 Millionen SARS-CoV-2-Impfungen in zwei Monaten

Mittwoch, 25. November 2020

Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). /picture alliance, Eventpress,. Eventpress Stauffenberg

Berlin – Mit einer schnellen Durchimpfung der Bevölkerung rechnet der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen. In der Bild-Zeitung übte er heute Kritik am Papier des Deutschen Ethikrats und der Wissenschaftsorganisation Leo­poldina über die Verteilung der SARS-CoV-2-Impfstoffe.

„Entscheidend ist, welcher Impfstoff in welcher Menge kommt“, sagte Gassen. Der Impf­stoff von Biontech/Pfizer könne aufgrund der Kühlanforderungen von minus 70 Grad nicht in einzelnen Hausarztpraxen verimpft werden. Dafür werde es über die Bundes­re­publik verteilt Impfzentren geben, die pro Tag eine hohe fünfstellige Zahl von Menschen impfen können.

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Noch schneller ginge es mit einem Impfstoff ohne derartige Kühlanforderungen, so der Kassenärzte-Chef. „Es geht aber sehr viel schneller, wenn wir einen Impfstoff haben, der wie die Grippeimpfung in den Hausarztpraxen geimpft werden kann. Sobald dieser Impf­stoff in ausreichender Menge verfügbar ist, können wir große Teile der Bevölkerung in vier bis acht Wochen impfen“, erklärte Gassen.

„Wir haben in Deutschland 110.000 Praxen. Wenn nur die Hälfte davon jeden Tag 10 Men­schen impft, haben Sie pro Tag rund 500.000 Impfungen. Wir könnten 20 bis 30 Millionen Menschen in ein bis zwei Monaten durchimpfen.“

Über das Papier des Ethikrats und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopol­dina zur Verteilung des Impfstoffs zeigte sich Gassen skeptisch. Es habe die groben Rah­menbedingungen der Impfpriorisierung abgesteckt. Angesichts der zunächst nur in relativ geringen Mengen verfügbaren Impfdosen sei es allerdings nicht wirklich brauch­bar, „weil es keine richtige Priorisierung vornimmt“, erklärte Gassen.

„Wenn Sie im Dezember fünf Millionen Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer haben, können Sie damit 2,5 Millionen Menschen impfen“, so Gassen.

Das reiche noch nicht einmal für das ärztliche und pflegerische Personal. Man könne mit dem medizinischen Personal beginnen oder mit hochbetagten Angehörigen der Risiko­gruppe. „Wir werden aber nicht umhinkommen, eine Reihenfolge festzulegen.“

Die Frage sei: „Mit wem fangen wir an?“ Diese Frage müssten die Ständige Impfkommis­sion oder die Ethikkommission beantworten. „Wir können das nicht erst im Impfzentrum festlegen“, mahnte Gassen. © kna/aerzteblatt.de

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Avatar #88255
doc.nemo
am Donnerstag, 26. November 2020, 12:42

Verehrter Herr Dr. Barabasch und andere Impfskeptiker,

es zwingt Sie doch NIEMAND, sich impfen zu lassen, es wird Ihre eigene Entscheidung bleiben. So wie es für uns Impfbefürworter unsere Entscheidung sein wird, für die wir uns nicht zu rechtfertigen brauchen. Jeder hat die Freiheit, die vermutlich geringen Risiken einer Impfung den erheblich höheren von COVID-19 vorzuziehen - und vice versa. Wenn wir zukünftig Geimpften dann mal tot sind oder als Impfopfer in Pflegeheimen dahinvegetieren, dann dürfen Sie über uns lachen, aber nicht vorher. Wenn Sie bis dahin nicht schon an COVID-10 gestorben sind.
Avatar #565053
Martin Braun
am Mittwoch, 25. November 2020, 20:33

Impfen : ja

Klar werde ich mich impfen lassen. Allgemeinarzt, über 60, tägliche Arbeit in der Praxis, viele Abstriche. Ich habe genug schlimme und langwierige Covid-19-Verläufe gesehen, auch Todesfälle. Das muss ich nicht haben. Es ist auch eine gesellschaftliche Verantwortung, sich zu impfen. Wenn jeder wartet, wie es bei den anderen wirkt, brauchen wir gar nicht erst anfangen.
Avatar #1976
barabasch-riedel
am Mittwoch, 25. November 2020, 20:07

Die Frage lautet . . .

NICHT "mit wem fangen wir an", SONDERN : WER ist bereits sich als "Impfobjekt" zur Verfügung der Impf(zentr)enden zu stellen ?????????
Ich nicht ! Impfen würde ich aber gegen die Absicherung der NICHT-HAFTUNG gegenüber Schäden an der geimpften Person . . . .
Dr. Richard Barabasch
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