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Für Prävention von Herz-Kreislauf-Erkran­kungen bei Familien ansetzen

Donnerstag, 26. November 2020

/freshidea, stock.adobe.com

Berlin – Viele Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch viele Präven­tionsmöglichkeiten sind auf der Ebene der Familie angesiedelt. Hier sollten daher auch Präventionsanstrengungen ansetzen. Das empfiehlt der Thinktank „Im Puls. Think Tank Herz-Kreislauf“.

„Risikofaktoren spielen heute in den meisten Familienkonstellationen eine ausge­spro­chen wichtige Rolle“, heißt es in einem Papier der Wissenschaftler. Sie nennen unter an­derem Stress, sowohl beruflich als auch schulisch, aber auch durch die Partnerschaft oder zu pflegende Angehörige.

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Häufig geschehe der Ausgleich dieser Belastungen durch ungesunde Gewohnheiten: Rau­chen, zunehmend digitale Kommunikation oder Spiele ohne Bewegung sowie ungünstige Ernährungsgewohnheiten. Außerdem richte sich Werbung über verschiedene Kanäle für Produkte und Verhaltensweisen, die für die Herz- Kreislauf-Gesundheit nicht förderlich sind, häufig an Familien.

„All diese Faktoren stellen für Familien heute enorme Herausforderungen dar, für die sie Unterstützung benötigen. Familiäre Voraussetzungen wie Einkommen, soziale Situation und Bildungsstand haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesundheit. Hier mit ver­schiedenen Angeboten anzusetzen, ist daher zentral für die Bekämpfung und Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen“, so die Wissenschaftler.

Die Forscher empfehlen unter anderem, die Gesundheitskompetenz von Familien zu för­dern, Gesundheits- und Lebensbildung in der Schule zu lehren, Familienmedizin auszu­bauen, Geburts- und Familienvorbereitung für werdende Eltern zu verbessern, Zugang zu Informationen zu vereinfachen, die Qualität digitaler Angebote zu sichern und ein kom­munales Gesundheitskrisenmanagement einzurichten oder zu verbessern.

„Die zusätzlichen Herausforderungen, welche die Familie durch die Coronapandemie be­wältigen muss, verdeutlichen, dass es einen großen Handlungsbedarf gibt. Wir müssen im Gesundheitsmanagement stärker präventiv agieren“, sagte Elisabeth Steinhagen-Thies­sen, Mitglied des Thinktanks und Seniorprofessorin an der Charité.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Steinhagen-Thies­sen zufolge die weltweite Todesursa­che Nummer Eins. Mit Prävention könne man viel erreichen. „Daher müssen wir Herz-Kreislauf-Erkrankungen trotz und gerade wegen der Pandemie weiter entgegenwirken und dürfen sie nicht aus den Augen verlieren“, mahnte sie.

Der Thinktank „Im Puls. Think Tank Herz-Kreislauf“ ist eine Initiative der Unternehmen AstraZeneca, Boehringer Ingelheim, Bristol-Myers Squibb, Daiichi Sankyo, Johnson & Johnson, Novartis, Novo Nordisk, Pfizer und Sanofi. © hil/aerzteblatt.de

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