szmtag Bauchaorten­aneurysma: Bessere Operationsergebnisse in Zentren mit...
NewsMedizinBauchaorten­aneurysma: Bessere Operationsergebnisse in Zentren mit hoher Fallzahl
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Bauchaorten­aneurysma: Bessere Operationsergebnisse in Zentren mit hoher Fallzahl

Donnerstag, 26. November 2020

/bilderzwerg, stock.adobe.com

Berlin – Je mehr Fälle eines Bauchaortenaneurysmas in einem Krankenhaus versorgt werden, desto größer ist die Überlebenswahrscheinlichkeit. Dies zeigt eine statistische Auswertung von DRG-Daten der Jahre 2012-2016 in der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes (Dtsch Arztebl Int, 2020; DOI: 10.3238/arztebl.2020.0820).

Die höchste Krankenhaussterblichkeit bestand demnach bei Patienten, die in Kranken­häusern mit weniger als 10 Operationen behandelt wurden; am niedrigsten war sie in Krankenhäusern mit mehr als 75 Fällen im Jahr. Dies gilt sowohl für Operationen des intakten als auch des rupturierten abdominalen Aneurysmas.

Trotz vorliegender Empfehlungen zu Mindestmengen bei Operation des Bauchaorten­aneurysmas wurde 2016 in Deutschland noch jede sechste Operation in einem Kranken­haus mit einer Fallzahl von jährlich weniger als 20 Operationen durchgeführt.

Eine konsequente Orientierung ausschließlich an Mindestmengen erscheint den Autoren vom Münchener Klinikum rechts der Isar allerdings wegen langer Fahrstrecken für viele Patienten nicht praktikabel. Nach einer Modellrechnung, die den Faktor der geogra­fischen Erreichbarkeit einbezieht, empfehlen sie eine Mindestmenge von 30 Fällen.

Auf dieser Grundlage wäre für 86 % der Patienten mit einem abdominalen Aneurysma eine operative Versorgung in einem Umkreis von 100 Kilometern möglich, für 98 % in einem Umkreis von 150 Kilometern.

Operationsindikation und -verfahren

Ein weiterer Beitrag in der aktuellen Ausgabe (2020; DOI: 10.3238/arztebl.2020.0813) befasst sich mit den operativen Vorgehensweisen beim Bauchaortenaneurysma. Mit zunehmender Erweiterung der Aorta erhöht sich das Risiko einer Ruptur, die mit einer hohen Sterblichkeit verbunden ist.

Deshalb wird auch symptomfreien Patienten ab einer bestimmten Aneurysmagröße ein prophylaktischer Eingriff empfohlen. Thomas Schmitz-Rixen und Co-Autoren beschreiben die operativen Therapieoptionen mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen. Aktuell werden rund 80 % der Patienten mit einem abdominalen Aneurysma endovaskulär versorgt.

Im Vergleich zur offenen Operation ist hierbei eine niedrigere 30-Tages-Letalität (1,2 % gegenüber 3,3 %) zu verzeichnen. Allerdings können individuelle Gegebenheiten eine offene Operation ratsam erscheinen lassen. Nach Aortenruptur, die mit einer Sterblichkeit von 70-80 % verbunden ist, wird ein endovaskuläres Vorgehen empfohlen. © tg/aerzteblatt.de

Liebe Leserinnen und Leser,

diesen Artikel können Sie mit dem kostenfreien „Mein-DÄ-Zugang“ lesen.

Sind Sie schon registriert, geben Sie einfach Ihre Zugangsdaten ein.

Oder registrieren Sie sich kostenfrei, um exklusiv diesen Beitrag aufzurufen.

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort


Mit der Registrierung in „Mein-DÄ“ profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

Newsletter
Kostenfreie Newsletter mit täglichen Nachrichten aus Medizin und Politik oder aus bestimmten Fachgebieten
cme
Nehmen Sie an der zertifizierten Fortbildung teil
Merkfunktion
Erstellen Sie Merklisten mit Nachrichten, Artikeln und Videos
Kommentarfunktion und Foren
Kommentieren Sie Nachrichten, Artikel und Videos, nehmen Sie an Diskussionen in den Foren teil
Job-Mail
Erhalten Sie zu Ihrer Ärztestellen-Suche passende Jobs per E-Mail.
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER