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Psychotherapeuten fordern Serviceranking der Krankenkassen

Donnerstag, 26. November 2020

/picture-alliance, ZB, Arno Burgi

Berlin – Die Bundes­psycho­therapeuten­kammer (BPtK) fordert ein Serviceranking, das das Vertrags- und Bewilligungsverhalten der Krankenkassen durch unabhängige Versicherten­befragungen auswertet. Dies soll dazu beitragen, dass Versicherte die für sie passende Krankenkassen finden können.

Versicherte bräuchten transparente Informationen, die den Service der Krankenkassen und ihre Selektivverträge vergleichen, so die BPtK. „Transparenz ist die zentrale Voraus­setzung dafür, dass der Wettbewerb zu einer kontinuierlichen Qualitätssteigerung bei den Krankenkassen beitragen kann“, betonte heute Dietrich Munz, Präsident der BPtK, anlässlich der 2./3. Lesung des GPVG im Deutschen Bundestag.

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„Die Versicherten brauchen für ihre Wahl der Krankenkasse repräsentative Informationen, welcher Service sie bei welcher Kasse erwartet“, so Munz.

Die BPtK fordert ferner, auch die Auswahl der Innovationsfondsprojekte transparenter und breiter zu gestalten. Dazu hat sie die Projekte untersucht, mit denen die Versorgung von psychisch kranken Menschen gefördert werden soll. Die Untersuchung zeigt laut BPtK, dass der Innovationsfonds qualitativ hochwertige Projekte fördert – darunter insbesondere für psychisch kranke oder belastete Kinder und Jugendliche. Es seien aber auch deutliche Defizite erkennbar.

So würden zum Beispiel Projekte gefördert, die für psychisch kranke Menschen erneut Hürden vor einer psychotherapeutischen Behandlung schaffen wollen. Innovationen, die erneut den direkten Weg zur Psychotherapie verbauen, würden die Versorgung psychisch kranker Menschen verschlechtern, kritisierte der BPtK-Präsident.

Kritisch sei ebenfalls die Förderung von Projekten, bei denen nicht zu erkennen ist, ob eine ausreichende Struktur- und Prozessqualität für psychisch kranke Menschen gesichert werden kann. Wichtige zusätzliche Schwerpunkte der künftigen Förderung sollten aus Sicht der BPtK die psychotherapeutische Versorgung älterer Menschen, zum Beispiel in Pflegeeinrichtungen, und innovative Ansätze für die psychotherapeutische Versorgung in ländlichen Gebieten sein. © EB/aerzteblatt.de

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