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Ausland

Ärztevereinigung in Türkei zweifelt weiter an offiziellen Zahlen zu SARS-CoV-2

Donnerstag, 26. November 2020

Der türkische Ge­sund­heits­mi­nis­ter Fahrettin Koca bei der gestrigen Präsentation der Coronazahlen. /picture alliance, AA, Turkish Health Ministry, Handout

Istanbul – Trotz der Änderungen, die das Ge­sund­heits­mi­nis­terium verkündet hat, zweifelt die Ärztevereinigung in der Türkei weiterhin die offiziellen Coronafallzahlen an.

Die von der Regierung veröffentlichten täglichen Fälle spiegelten nicht die Wahrheit wider, sagte Sebnen Korur Fincanci, Vorsitzende der Türkischen Ärztevereinigung (TTB), heute nach einem Bericht des Onlineportals „Gazete Duvar“.

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Basierend auf Erhebungen der TTB von vergangener Woche gehe sie von täglich mindes­tens 50.000 neuen Fällen aus. Nehme man die falsch-negativ Getesteten hinzu, komme man auf eine noch deutlich höhere Zahl.

Nach monatelanger Kritik hatte die türkische Regierung entgegen der bisherigen Praxis gestern Abend die täglichen Fallzahlen der positiv auf das Coronavirus getesteten Men­schen im Land bekanntgegeben. „Heute beträgt die Zahl der Fälle 28.351“, sagte Gesund­heitsminister Fahrettin Koca. Die Zahl lag weit über den bisher bekanntgege­benen Werten.

Seit Ende Juli waren dem Minister zufolge nur die Infizierten mit Symptomen als Corona­fälle gemeldet worden – nicht aber die komplette Zahl der täglichen neuen Fälle. Das hatte unter anderem die Vereinigung immer wieder scharf kritisiert.

Fincanci sagte, allein in Ankara gebe es täglich rund 5.000 neue Fälle. Man habe immer gewusst, dass die tatsächlichen Zahlen über den von der Regierung veröffentlichten lä­gen. „Ich wünschte, wir hätten nicht Recht gehabt.“

Heybet Aslanoglu, Vorsitzender der Vereinigung der Radiologietechniker in der Türkei, sagte, das Gesundheitssystem sei aufgrund der steigenden Zahlen von COVID-19-Patien­ten bereits ausgelastet.

„In vielen Provinzen finden wir keine Intensivbetten mehr“, die Intensivstationen von fast jedem Krankenhaus seien „randvoll“. Experten hatten schon vor Monaten vor einem Zu­sammenbruch des Gesundheitssystems gewarnt. © dpa/aerzteblatt.de

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