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Drei Viertel wollen Besuche an Feiertagen einschränken

Freitag, 27. November 2020

/picture alliance, Sebastian Gollnow

Köln/Berlin – Eine große Mehrheit der Deutschen will an den Weihnachtsfeiertagen weniger soziale Kontakte als üblich. In Anbetracht hoher COVID-19-Infektionszahlen in Deutschland planen laut einer Umfrage derzeit knapp drei Viertel der Bürger (73 Prozent), Kontakte zu ihrer Familie und Besuche an den Feiertagen zumindest etwas einzu­schrän­ken.

28 Prozent der Befragten möchten demnach Verwandtschaftsbesuche weniger stark, weitere 28 Prozent stark und 17 Prozent sehr stark einschränken. Knapp ein Viertel (23 Prozent) plant wegen der Coronabedingungen derzeit keine Kontaktreduzierung über Weihnachten. Während in Westdeutschland 78 Prozent eine Beschränkung der Kontakte planen, sind es in Ostdeutschland 58 Prozent.

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Im Auftrag des ARD-Morgenmagazins befragte das Institut infratest dimap 1.047 Men­schen zu ihren Plänen an den Weihnachtsfeiertagen. Unterdessen gehen vier von fünf Bundesbürgern davon aus, dass die Coronamaßnahmen über den Januar hinaus verlän­gert werden.

Wie die Bild heute unter Berufung auf eine Umfrage des Instituts Insa meldet, rechnen 79 Prozent der Deutschen im Januar mit einer erneuten Verlängerung des Lockdowns. Nur neun Prozent gehen davon aus, dass der Stillstand im Januar endet.

Laut der Zeitung halten 69 Prozent der Befragten die vorgestern beschlossene Verschär­fung der Kontaktbeschränkungen auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten für richtig. Dagegen sagten 21 Prozent, die Verschärfung sei falsch.

Auch der Beschluss eines Feuerwerksverbots auf belebten Plätzen und Straßen wird von einer breiten Mehrheit getragen. 75 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, diese Regelung sei richtig. 15 Prozent sagen, es sei falsch. Außerdem wollten 80 Prozent der Bundesbürger in diesem Jahr keine Feuerwerkskörper kaufen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf die Umfrage.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) appellierte mit Blick auf das Weihnachts­fest an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger. Wichtig bleibe vor allem, möglichst selten mit verschiedenen Personen zusammenzukommen, sagte er heute im Podcast „Bosbach & Rach – Die Wochentester“ des Kölner Stadt-Anzeiger.

Wenn es heiße, dass sich zehn Personen treffen könnten, solle dies nicht dazu verleiten, jeden Tag „eine schöne 10-Personen-Veranstaltung“ im Wohnzimmer abzuhalten, betonte Spahn. Er setze darauf, „dass die meisten sagen: Wir passen jetzt zu diesem Weihnachten mal ganz besonders aufeinander auf“. © kna/aerzteblatt.de

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