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Politik

Mehr als eine Million Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland

Freitag, 27. November 2020

/Maksym Yemelyanov, stock.adobe.com

Berlin – Die Gesamtzahl der nachgewiesenen SARS-CoV-2-Infektionen in Deutschland hat die Marke von einer Million überschritten. Die Gesundheitsämter mel­de­ten dem Ro­bert-Koch-Institut (RKI) 22.806 neue Infektionen binnen 24 Stunden (Stand: 27.11., 00.00 Uhr). Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Coronapandemie bekanntgewordenen Fälle auf 1.006.394, wie das RKI heute bekanntgab.

Viele Infektionen dürften aber unentdeckt geblieben sein, auch weil viele Menschen kei­ne oder kaum Symptome entwickeln. Am Freitag vor einer Woche war mit 23.648 ans RKI übermittelten Fällen zuletzt ein Höchststand bei den täglichen Neuinfektionen erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis heute um 426 auf 15.586. Das ist Rekord seit Beginn der Coronapandemie.

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Gestern hatten die Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore (USA) bereits die Überschreitung der Infektionszahl von einer Million für Deutschland angezeigt. Die Daten der Forscher werden regelmäßig aktualisiert und zeigen daher häufig einen höheren Stand als offiziellen Zahlen der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) oder der betroffenen Länder. In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch nachträglich korrigiert.

Die ersten Coronainfektionen in Deutschland waren Ende Januar bei der bayerischen Fir­ma Webasto bestätigt worden. Ende Februar meldeten Baden-Württemberg und Nord­rhein-Westfalen erste Fälle und am 10. März gab Sachsen-Anhalt als letztes Bundesland seinen ersten Fall bekannt. Nachdem die Zahlen in die Höhe schnellten, trat ein Lock­down in Kraft, der das Infektionsgeschehen unter Kontrolle brachte.

Den Sommer über gab es vergleichsweise wenig neue Coronanachweise in Deutschland. Im Oktober und Anfang November stiegen die Zahlen der neugemeldeten Infektionen dann abermals rasch und pendelten sich zuletzt auf hohem Niveau ein.

Anders als erhofft hat der seit Anfang November geltende Teillockdown mit Schließun­gen etwa von Kneipen und Restaurants aber nicht zu einem deutlichen Rückgang der An­steckungen geführt. Die 7-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche – schwankt seit mehr als zwei Wochen um 140.

Vorgestern hatten die Regierungschefs der Länder und die Bundeskanzlerin eine Verlän­ge­rung des Teillockdowns bis kurz vor Weihnachten mit teils schärferen Regeln be­schloss­en.

Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten COVID-19-Patienten stieg nach RKI-Anga­ben vom 15. Oktober bis 15. November von 655 auf 3.395 Erkrankte stark an. Seitdem habe sich der Anstieg etwas verlangsamt – die Zahl der Intensivpatienten betrug laut RKI gestern 3.826 Patienten (Stand: 26.11., 12.15 Uhr). 60 Prozent davon wurden beatmet. 5.575 (20 Prozent) der Intensivbetten seien aktuell frei. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #745246
Andre B.
am Dienstag, 1. Dezember 2020, 10:45

@dr.med.thomas.g.schaetzler - Eine Kritik sollte auch Inhalte haben

Sehr geerhter Herr Dr. Schaetzler,

die von Ihnen leider praktizierte Verwendung von diffamierenden Begriffen wie Fake News, Corona-Leugner, Querdenker oder Verschwörungstheoretiker entlarvt SIE als jemanden, der zu dem Thema scheinbar gar keine stichhaltigen Gegenargumente vorbingen kann oder auch möchte. Daher danke für Ihre persönlichen Einzelmeinungen dazu. Ich fühle mich im übrigen zu KEINER der von Ihnen erwähnten Personengruppen zugehörig und bewerte angebotene Informationen nach Ihren INHALTEN, die ich dafür aber natürlich selbst überprüfen muss. Wenn Sie also etwas kritisieren möchten, dann beschränken Sie sich doch bitte auf konkrete Inhalte, anstatt hier nur Ihre persönliche Meinung als Maßstab für seriös oder unwissenschaftlich ausrufen und etablieren zu wollen.

Vielleicht ist die ARD ja eine vertauenenswürdigere Quelle für Sie und hören Sie bitte genau zu, wenn es vorallem um das Thema "Freihaltepauschalen" geht. >>> https://www.ardmediathek.de/ard/video/reportage-und-dokumentation/exclusiv-im-ersten-markt-macht-medizin/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzdGVuL2NkOWJmOWY3LTZiMWMtNGQ3YS1iNjIxLWEwNWUwNDJkMWU2ZQ/

Mit freundlichen Grüßen
André B.
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Montag, 30. November 2020, 11:44

@"Quo usque tandem" und @"Andre B."

@ "Quo usque tandem":
"Quo usque tandem abutere, Catilina, patientia nostra?" bedeutet übersetzt „Wie lange noch, Catilina, wirst du unsere Geduld missbrauchen?“ Was Sie da als lateinophiler "Kollege" bei Ihrer "Gesamtabrechnung" zusammen stümpern (sorry!), lässt für mich nur folgende Schlüsse zu:
1. Sie haben das große Latinum (ich auch!)
2. Sie sind Lateiner von Gottes Gnaden (ich nicht!)
3. Sie wollen Historie gechichtsklitternd umdeuten und sind von gedanklicher Logik weit weg.

@ "Andre B.": Ihre "Missbrauchte Intensivbetten - Umsatz auf Patientenkosten" verkennt illusionär, dass nicht die Patienten selbst, sondern die GKV es sind, die diese Intensiv-Betten und -Stationen bezahlen. Ihr Link zu presse.online ist ebenso erbärmlich wie entlarvend: Unter dieser Domain versammeln sich jede Menge "Fake News" für Corona-Leugner, Querdenker, Verschwörungstheoretiker usw. Und Sie verwenden und verbreiten oft genug diesen Unsinn in Ihren abwegigen Kommentaren.

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzen, FAfAM Dortmund
Avatar #745246
Andre B.
am Montag, 30. November 2020, 00:33

Missbrauchte Intensivbetten - Umsatz auf Patientenkosten

Es sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, das die Krankhausbetten in Berlin durchschnittlich IMMER zu 84,5% ausgelastet waren bzw. sind. >>> https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/BasisZeitreiheGrafik/Bas-Gesundheitswesen.asp?Ptyp=300&Sageb=23000&creg=BBB&anzwer=7

Folgende Tatsachen sollte man sich dies bezüglich auch vergegenwärtigen.



>>> https://www.presse.online/2020/11/12/missbrauchte-intensivbetten/
Avatar #760158
wilhem
am Sonntag, 29. November 2020, 21:41

Es geht nicht um die Sterberate

sondern um die Belastung im Gesundheitswesen

https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/corona-ampel-auf-rot-gesundheitssenatorin-kalayci-bittet-berliner-um-mithilfe-li.122451

Das ist bedenklich, wenn es keine Übersterblichkeit gibt, dann ist das doch gut
Avatar #850412
quo usque tandem
am Sonntag, 29. November 2020, 15:58

Gesamtabrechnung

Als akut infiziert gelten 314.593, als akut gesundet 208.700, verstorben sind 3.686. Der Zeitraum ist vom 15.11.20 bis heute, dem 29.11.20.

Die Quote Verstorbene zu Gesundeten liegt bei 2,3%. Am 1.5.20 lag sie bei 5,3%.

In den letzten Jahren ist die Sterberate ab Sept. immer angestiegen. Dieses Jahr stieg sie im Aug. und fiel im Sept. Zum Winter, wenn's kalt und trübe und feucht wird, steigt die Rate ganz natürlich an. Das erkennt man an Langzeitkurven. Das Auf und Ab ist vergleichbar einem Biorhythmus.

Formal können wir folgen.

Rechnet man aus den Sterberaten die Corona-Verstorbenen heraus, hätten wir vor allem in den "Hotspots" eine massive Untersterblichkeit. Kann das angehen?

Technisch sollte Corona parallel zur Sterberate (Auto- und Haushaltsunfälle, Altersschwäche, Krebsverstorbene, Suicide ..) laufen. Es sollte doch Ende des Jahres zur Mortalität hinzugerechnet werden, da es sich bei Corona um eine Ausnahme handelt?

Würde das aber gemacht, würde man auch hier eine seltsame Untersterblichkeit erkennen. Praktisch kommt man nur auf ein sicheres Gleis, wenn Coronaverstorbene als Haushaltsunfälle behandelt und einfach mit hochgerechnet werden?

Ich glaube, daß die Gesamtabrechnung noch Erstaunliches zutage fördern wird.


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