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Medizinische Versorgungszentren arbeiten mehrheitlich profitabel

Freitag, 27. November 2020

/dpa

Berlin – Rund 60 Prozent der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Deutschland haben das Jahr 2017 mit einem Gewinn abgeschlossen. Etwa drei Viertel der teilnehmen­den MVZ schätzen ihre Gesamtsituation als (eher) gut ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuell veröffentlichte Befragung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versor­gung (Zi).

Vor allem MVZ, die durch Vertragsärzte betrieben werden, arbeiten demnach mehrheitlich profitabel: 84 Prozent von ihnen lagen 2017 in der Gewinnzone. Bei denen durch Dritte, also etwa durch Krankenhäuser oder Kommunen geführte MVZ schafft dies dagegen nur knapp jedes zweite (47 Prozent). Diese Unterschiede korrespondieren allerdings mit der abweichenden Gewinndefinition bei einer GmbH und GbR.

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MVZ bieten zudem überwiegend fachübergreifende Versorgungsangebote. Im Durch­schnitt wiesen die MVZ 3,6 verschiedene Fachrichtungen oder Fachabteilungen auf. Bei den von Vertragsärzten geführten MVZ standen die hausärztlich tätigen Abteilungen mit 46 Prozent auf Platz 1 der häufigsten Abteilungen.

Auch bei den nicht vertragsärztlich geführten MVZ waren die hausärztlichen Abteilungen mit 41 Prozent am stärksten vertreten. 50 Prozent der teilnehmenden MVZ sind aus­schließ­lich im fachärztlichen Versorgungsbereich tätig. Der Anteil rein hausärztlicher MVZ ist mit sieben Prozent am geringsten. Diese Verteilung spiegelt sich auch in den Anteilen fachübergreifend tätiger MVZ in der Erhebung wider (82 Prozent).

Zudem bestätigen die Erhebungsergebnisse den aktuellen Trend einer weiterhin stei­gen­den Anzahl von Ärztinnen und Psychotherapeutinnen in MVZ. Im Mittel sind sieben ange­stellte Ärztinnen beziehungsweise Psychotherapeutinnen in MVZ tätig.

Während die Anzahl Angestellter in den Krankenhaus-MVZ höher liegt als in den ver­trags­ärztlich getragenen MVZ (acht beziehungsweise fünf), ist im nicht-ärztlichen medi­zinischen Be­reich in Vertragsarzt-MVZ mehr Personal angestellt (18 beziehungsweise elf Beschäftigte).

In die Untersuchung gingen die Angaben von bundesweit 212 MVZ ein, die im Zeitraum Januar bis März 2019 an einer Onlinebefragung des Zi teilgenommen haben. Befragt wur­den die zum 31. Dezember 2017 zugelassenen 2.827 MVZ.

An der Hälfte der MVZ-Trägerschaften war ein Krankenaus beteiligt, der Anteil vertrags­ärztlich getragener MVZ lag bei 36 Prozent. 13 Prozent entfielen auf andere Träger beziehungsweise Trägerkombinationen. MVZ gründen mit 80 Prozent vorrangig im Umland oder in Städten.

Die Untersuchung erfolgte in Kooperation mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Bundesverband MVZ (BMVZ). © hil/sb/aerzteblatt.de

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