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Politik

Steuerentlastung für Menschen mit Behinderungen und viele Pflegende

Freitag, 27. November 2020

/Frog 974, stockadobecom

Berlin – Menschen mit Behinderungen können künftig doppelt so hohe Pauschbeträge bei ihrer Einkommensteuererklärung geltend machen. Der Bundesrat stimmte heute ei­nem entsprechenden Gesetz zu. Auch Menschen, die jemanden pflegen, können in vielen Fällen höhere Kosten pauschal ohne Nachweise geltend machen.

Anstatt Kosten einzeln nachzuweisen, können Menschen mit Behinderungen Pauschbe­träge geltend machen, wenn es etwa um Ausgaben für Verrichtungen des täglichen Le­bens oder die Pflege geht. Damit sinkt das zu versteuernde Einkommen, unterm Strich muss also weniger Steuer gezahlt werden.

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Bei einem Grad der Behinderung von 50 liegt der Pauschbetrag nun bei 1.140 Euro, bei einem Grad von 100 sind es 2.840 Euro – doppelt so viel wie zuvor.

Steuerpflichtige, die jemanden pflegen, ohne dafür Geld zu bekommen, können einen Pflege-Pauschbetrag geltend machen. Der betrug bisher 924 Euro.

Künftig wird differenziert: Bei Pflegegrad 2 sind es 600 Euro, bei Pflegegrad 3 1.100 Euro und bei Pflegegrad 4 oder 5 1.800 Euro. Der Bundestag hatte dem Gesetz bereits im Oktober zugestimmt. © dpa/aerzteblatt.de

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