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Britische Aufsichtsbehörde prüft Coronaimpfstoff von Astrazeneca

Freitag, 27. November 2020

/Roland Magnusson, stock.adobe.com

Oxford – Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel soll im Auftrag der Regierung den SARS-CoV-2-Impfstoff des Pharmakonzerns Astrazeneca überprüfen. Dies sei ein „ers­ter, bedeutender Schritt bei der Zulassung des Vakzins, wenn er die Sicherheits-, Wirk­sam­keits- und Qualitätsstandards erfüllt“, teilte das Ge­sund­heits­mi­nis­terium heute in London mit.

Zuvor waren Zweifel am Studiendesign und der hohen Wirksamkeit des Impfstoffs aufge­kommen. Der schwedisch-britische Konzern plant daher zusätzliche Untersuchungen. Sie sollen die Daten „bereits vorhandener Studien ergänzen“, teilte eine Sprecherin von As­tra­zeneca in London mit, ohne Details zu nennen.

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Der mit der Universität Oxford entwickelte Impfstoff soll nach den bisherigen Studien­da­ten im Mittel einen 70-prozentigen Schutz vor COVID-19 bieten. Bei spezieller Dosierung könnte die Wirksamkeit dem Konzern zufolge womöglich noch deutlich höher liegen.

„Wir haben die Aufsichtsbehörde formell gebeten, den Impfstoff (...) zu bewerten, die Da­ten zu verstehen und festzustellen, ob er den strengen Sicherheitsstandards entspricht“, so Ge­sund­heits­mi­nis­ter Matt Hancock. „Wir arbeiten unermüdlich daran, in der bestmög­li­chen Lage zu sein, einen Impfstoff bereitzustellen, sobald er von der unabhängigen Auf­sichtsbehörde MHRA genehmigt wird.“

Anders als die vielversprechenden Vakzine der Mainzer Firma Biontech und des Pharma­konzerns Pfizer sowie der US-Firma Moderna gehört das britisch-schwedische Präparat nicht zu den mRNA-Impfstoffen.

Der von Astrazeneca eingesetzte Wirkstoff AZD1222 beruht auf der abgeschwächten Version eines Erkältungsvirus von Schimpansen. Es enthält genetisches Material eines Oberflächen­proteins, mit dem der Erreger Sars-CoV-2 an menschliche Zellen andockt. Das Mittel wirkt zweifach: Es soll sowohl die Bildung von spezifischen Antikörpern als auch von T-Zellen fördern – beide sind für die Immunabwehr wichtig. © dpa/aerzteblatt.de

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