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Ärzteschaft

Broschüre soll Unsicherheiten im Umgang mit HIV-Patienten ausräumen

Montag, 30. November 2020

/dpa

Berlin – Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und Deutsche Aidshilfe (DAH) haben anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember eine gemeinsame Broschüre für Ärzte sowie medizini­sches Fachpersonal vorgelegt.

Sie soll Unsicherheiten im Umgang mit HIV-Patienten ausräumen und bietet neben Daten und Fakten zu HIV wichtige Hilfestellungen unter anderem zu Beratung und Aufklärung bei der HIV-Prophylaxe, der HIV-Testung und zum Umgang mit einem positiven Tester­geb­nis.

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Der Grund für dieses gemeinsame Engagement von BÄK und DAH: Menschen mit HIV er­leben auch im Gesundheitswesen noch immer Diskriminierung. Teilweise fehle es in Pra­xen und Ambulanzen an Wissen und Erfahrung im Umgang mit HIV-Patienten, so die Or­ganisationen in einer gemeinsamen Mitteilung. In einem intensiven Kooperationsprozess habe man daher die neue Handreichung entwickelt.

„Die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung von Menschen mit HIV ist ein vertrau­ensvolles Verhältnis zwischen Patienten und dem medizinischen Team“, erläuterte BÄK-Präsident Klaus Reinhardt. Dafür sei es hilf­reich, wenn alle Beteiligten gut informiert sei­en und sich sicher fühlten. Man wolle mit der Broschüre Ängste abbauen und zur Ausein­andersetzung mit dem Thema anregen.

Sylvia Urban vom Vorstand der Deutschen Aidshilfe betonte, die Broschüre solle eine Grundlage legen, um Menschen mit HIV sowie Patienten mit vielfältigen sexuellen, sprachlichen und kulturellen Hintergründen bedürfnisgerecht und diskriminierungsfrei zu behandeln.

„Unser Ziel ist es, dass Patienten in der Arztpraxis ohne Angst vor Diskriminierung HIV thematisieren können. Das ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Behandlung “, so Urban.

Über das nötige Basiswissen zu HIV hinaus gibt die Broschüre auch Hilfestellungen, um HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen in Anamnesegesprächen zu thematisie­ren. „Denn Gespräche über diese Themen fallen oft nicht leicht. Gesprächsleitfäden und Checklisten können hier Sicherheit vermitteln“, betonte Urban.

Abgerundet wird die Publikation mit Adressen und Kontaktdaten für weitere Fragen so­wie Fortbildungsangebote zu Kommunikationsstrategien bezüglich sexuell übertragbarer Infektionen und diskriminierungsfreier Versorgung. © PB/aerzteblatt.de

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