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Politik

COVID-19 im Krankenhaus: Übertragungen finden meist im Pausenraum statt

Montag, 30. November 2020

/suriyapong, stock.adobe.com

Berlin – Die meisten SARS-CoV-2-Übertragungen im Krankenhaus finden von einem Mitarbeiter auf einen anderen Mitarbeiter statt. Das erklärte die Direktorin des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin an der Berliner Charité, Petra Gastmeier, am vergange­nen Freitag auf dem virtuellen Nationalen Qualitätskongress Gesundheit.

„Die meisten Mitarbeiter infizieren sich außerhalb des Arbeitsplatzes“, sagte sie. „Man beobachtet dann, dass sie sich während des Kontakts zu den Patienten gut schützen, im Pausenraum aber nicht. Wir haben deshalb an der Charité die Pausenräume größer ge­macht und auf eine geringere Belegung geachtet, um diesen Übertragungsweg zu stoppen.“

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Grundsätzlich gebe es sechs Arten der Übertragung im Krankenhaus, erklärte Gastmeier: ein bekannter COVID-19-Patient steckt andere Patienten oder Mitarbeiter ein, ein nicht bekannter COVID-19-Patient steckt andere Patienten oder Mitarbeiter an und ein nicht bekannter, mit COVID-19 infizierter Mitarbeiter steckt Patienten oder andere Mitarbeiter an.

Compliance unter den Mitarbeitern ist hoch

Wenn ein bekannter COVID-19-Patient ins Krankenhaus kommt, sei das Risiko gut beherrsch­bar. Denn COVID- und Nicht-COVID-Bereiche könnten gut voneinander getrennt werden.

„In der Charité wurden pro Campus drei verschiedene Bereiche eingerichtet: Bereiche mit bekannten COVID-19-Patienten, Bereiche ohne COVID-19-Patienten und Bereiche mit Pa­tienten, in denen der Status noch unklar ist“, sagte Gastmeier. „Hier ist dann nur eine Ein­zelzimmerbelegung möglich.“

Die Compliance unter den Mitarbeitern beim Tragen der Schutzausrüstung sei sehr gut, betonte sie. Zudem kämen die COVID-19-Patienten häufig ins Krankenhaus, wenn sie we­niger infektiös seien als zu Beginn der Erkrankung. Beides trage dazu bei, dass bekannte COVID-19-Patienten im Krankenhaus selten andere Patienten oder Mitarbeiter anstecken.

Maske muss gut sitzen

Bei Patienten, die auf das Testergebnis warten, könne es zu Infektionen kommen, wenn ein Krankenhaus sie aus Platzmangel in ein Mehrbettzimmer lege. Den Patienten nach dem Test wieder nach Hause zu schicken, damit er dort auf das Testergebnis wartet, sei jedoch auch problematisch, da er sich bei der An- und Abreise gegebenenfalls anstecken könne.

Darüber hinaus könne es zu Infektionen kommen, wenn ein infizierter Patient bei der Testung in einer frühen Inkubationsphase war und der Test deshalb noch negativ ausgefallen ist.

Dass ein Arzt einen Patienten infiziert, sei sehr selten, betonte Gastmeier. Sie wies dabei darauf hin, dass es wichtig sei, dass die FFP2-Maske gut sitze. „Man sollte den Mitarbei­tern deshalb verschiedene Typen von FFP2-Masken zur Verfügung stellen, damit jeder die Form heraussuchen kann, die am besten zu seinem Gesicht passt“, so Gastmeier. © fos/aerzteblatt.de

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wichi
am Dienstag, 1. Dezember 2020, 23:39

Vorschlag: Schutz des Personals durch bezahlte Vitamin-D Supplementation

Zu diesem Thema möchte ich hier den Vorschlag machen, dem Medizinischen Personal in Ihrem Krankenhaus eine Supplementation von Vitamin-D zu bezahlen.
Das kostet bei 2000 I.E täglich etwa 5€ pro Person und Jahr, und kann diese sehr wahrscheinlich vor einem schweren Verlauf einer Covid-19 Erkrankung schützen.

Durch eine Erstattung der Kosten steigt die Chance, dass eine möglichst große Anzahl von Mitarbeitern Vitamin-D supplementiert. Wenn dadurch einige nicht an Covid-19 erkranken, oder im Falle einer Erkrankung schneller wieder gesund werden, hat man den investierten Betrag nach kürzester Zeit wieder eingespart.
Die Kosten sind zudem nach § 3 Nr. 34 EStG steuerfreie Gesundheitsmaßnahmen absetzbar.
Siehe : https://www.iww.de/lgp/lohnsteuer/arbeitgeberleistungen-gesundheitsfoerderung-durch-geschickte-gestaltung-steuer-und-sv-nachforderungen-vermeiden-f58590
In diesem Artikel wird auch konkret Vitamin-D aufgezählt.

Es ist inzwischen durch viele Studien erwiesen, dass mit kleiner werdendem Vitamin-D Spiegel die Schwere der COVID-19 Erkrankung zunimmt.

Dazu gibt es nicht nur Studien aus dem Ausland, sondern auch aus Deutschland.
Das Universitätskrankenhaus Heidelberg hat eine Studie ("Vitamin D Deficiency and Outcome of COVID-19 Patients ") veröffentlich, in welcher der Satz „Bei unseren Patienten war ein Vitamin-D Mangel bereinigt um Alter, Geschlecht und Komorbiditäten mit einem 6-fach höheren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und einem ~ 15-fach höheren Sterberisiko verbunden“
enthalten ist (Mit Google Translate auf deutsch übersetzt).
Link :https://www.mdpi.com/2072-6643/12/9/2757

Eine Kausalität kann man aus dieser Studie nicht ableiten, aber aus den beiden folgenden placebokontrollierten, Doppel-Blind- Studien.

Eine ganz aktuelle Studie, die einen Hinweis zur Kausalität enthält, kommt aus
Nordindien November 2020
"Short term, high-dose vitamin D supplementation for COVID-19 disease: a randomised, placebo-controlled, study (SHADE study)"
https://pmj.bmj.com/content/early/2020/11/12/postgradmedj-2020-139065
In der Studie ging es vorrangig darum, festzustellen, wie lange eine Supplementation mit 60.000 I.E Calcidiol täglich nötig ist, um den Vitamin-D Pegel von Patienten auf 50 ng/ml zu erhöhen.
Als Nebenprodukt ergab sich, das 3 mal mehr Patienten der Vitamin-D Gruppe nach 17 Tagen virenfrei waren als in der Vergleichsgruppe.
Mit Vitamin-D kann der Körper also die Covid-19 Viren besser bekämpfen.

Ferner gibt es eine Studie der Universität Bonn, dass Vitamin-D den Zytokinsturm hemmt. Dies wurde zwar im Zusammenhang mit Herzfehlern untersucht, in bin aber der Meinung, dass es zweitrangig ist, was den Zytokinsturm auslöst.
Universität Bonn: 4.2006
„Vitamin D Supplementation Improves Cytokine Profiles in Patients With Congestive Heart Failure: ADouble-Blind, Randomized, Placebo-Controlled Trial “
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16600924/

Aus einem Altenheim in Frankreich gibt es eine Studie, bei der die Hälfte der Bewohner 100.000 I.E. Vitamin-D monatlich bekommen hat.
“Vitamin D and survival in COVID-19 patients: A quasi-experimental study”
Dort haben 4mal mehr Personen der Gruppe die Vitamin-D bekommen haben, im Vergleich zur Gruppe die nichts bekommen hat, überlebt.
Link: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S096007602030296X
Dies ist keine Studie nach höchstem medizinischen Anspruch, gibt aber ebenfalls einen Hinweis zur Kausalität der Vitamin-D Supplementierung.

Falls Sie sich oben über die Formulierung „Wenn dadurch einige nicht an Covid-19 erkranken...“ gewundert haben, hier die Begründung dazu.
Es gibt eine Israelische Studie, die Daten von 500.000 Probanden ausgewertet hat, und dabei für jede israelische Bevölkerungsgruppe einen eigenen Ansteckungsfaktor berechnet hat. Dabei ergab sich im Schnitt die halbe Ansteckungsgefahr mit genügend Vitamin-D.
Israel clalit Health Services 7.9.2020
"The link between vitamin D deficiency and Covid-19 in a large population"
https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.09.04.20188268v1
2 weitere Studien aus USA; Chicago und Israel: Bar-Ilan-Universität haben einen ähnlichen Faktor ermittelt.

Es besteht also eine große Chance, dass das Personal in Ihrer Klinik eine Covid-19 Erkrankung glimpflich überstehen kann. Zudem ist dies auch eine Möglichkeit, anhand von eigenen Statistiken festzustellen, ob eine Vitamin-D Supplementation hilft.

Aktuell hat die Englische Regierung beschlossen ab Januar 2,5 Millionen Personen, die zu Risikogruppen gehören, kostenlos mit Vitamin-D zu versorgen.

Da das RKI leider noch gar nichts zu dem Thema veröffentlicht hat, kann man bezüglich der Dosis nur den Empfehlungen anderer Institute folgen.
Das deutsche Krebsforschungszentrum empfiehlt aufgrund der Ergebnisse einer eigenen Studie ("Vitamin D insufficiency and deficiency and mortality from respiratory diseases in a cohort of older adults: potential for limiting the death toll during and beyond the COVID-19 pandemic" ),
eine Supplementation von 1500-2000 I.E täglich. Link: https://www.mdpi.com/2072-6643/12/8/2488
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