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Ärzteschaft

MFA-Gehälter: Unterschiede zwischen Klinik und Arztpraxis

Montag, 30. November 2020

/Stockfotos-MG, stockadobecom

Berlin – Da in Krankenhäusern deutlich mehr Geld zur Finanzierung des Personals zur Ver­fügung steht, wird es für Vertragsarztpraxen immer schwieriger, geeignetes medizini­sches Fachpersonal zu finden und zu binden. Dies moniert das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi).

Das Zi hat heute eine Analyse der Einstiegsgehälter von Medizinischen Fachangestellten (MFA) in Krankenhäusern und Vertragsarztpraxen nach Tarifvertrag zwischen 2018 und 2020 vorgelegt.

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Das Ergebnis: Wegen der in den vergangenen Jahren stärker gewachsenen Finanzierungs­grundlage in der stationären Versorgung liege das monatliche Einstiegsgehalt (ohne Be­rücksichtigung von Sonderzahlungen) einer MFA im Krankenhaus um rund 500 Euro hö­her als für eine MFA in Arztpraxen.

„Höhere Tarifgehälter bedeuten für Vertragsärzte und Krankenhäuser höhere Personalkos­ten. Der Spielraum für die Entwicklung der Gehälter hängt von der Weiterentwicklung der Preiskomponente der Vergütung ab. Diese wird für ambulante und stationäre Leistungen durch den jeweiligen Orientierungswert bestimmt“, so der Zi-Vorstandsvorsitzende Do­mi­nik von Stillfried.

Seit Jahren steige der Orientierungswert für Krankenhäuser stärker als der für Vertrags­arzt­praxen. Allein Zzwischen 2016 und 2020 sei der Orientierungswert für Krankenhäuser um 15,02 Prozent gestiegen – für Vertragsarztpraxen lediglich um 6,96 Prozent. Auch im Jahr 2021 setze sich dies fort: Für Kliniken betrage der Anstieg 2,6 Prozent, für Kassen­arztpraxen nur 1,25 Prozent.

„Somit ist es kein Wunder, dass es Krankenhäusern leichter fällt, höhere Tarifgehälter für MFAs zu zahlen. Deshalb darf sich die Politik nicht nur um die Personalknappheit in den Kliniken kümmern. Wird nicht zugunsten der Vertragsarztpraxen nachgesteuert, droht ein Engpass in der medizinischen Versorgung“, mahnte von Stillfried. ​ © EB/aha/aerzteblatt.de

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Avatar #801256
HFrank
am Mittwoch, 9. Dezember 2020, 10:02

Fairness im Wettbewerb

Es zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bereiche der gewinnorientierten Wirtschaft - und leider muss man das Gesundheitswesen fatalerweise in dieser Kategorie einordnen - daß freier Wettbewerb stets den stärkeren, meist größeren nützt. Im Krankenhaus rechnet sich die Beschäftigung von MFA mehrfach: oft anderswo gut ausgebildet, relativ niedrige Tarifgehälter, vielseitig einsetzbar. Weil heißen: natürlich bezahlen Krankenhäuser solchen Kräftwn zurecht mehr. Das ist innerhalb eines kranken Systems, in dem jeder zwingend betriebswirtschaftlich schwarze Zahlen schreiben muss, zwangsläufig.
@Arco rs muss endlich wieder bedarfs- und autokommensorientiert vergütet werden, am volkswirtschaftlichen und humanitären Nutzen orientiert. Sonst sehe auch ich schwarz, nicht nur für kassenzugelassene Praxen.
Avatar #550935
Arco
am Montag, 30. November 2020, 19:35

Nicht nur Kliniken...

... auch der öffentliche Dienst und die Krankenkassen werben mittels Steuern und Beitragsgeldern, die von den Inhabern der Arztpraxen gezahlt werden, deren Mitarbeiterinnen ab.

Wir haben aus Personalmangel im Behandlungen im GKV Bereich deutlich reduzieren müssen. Und das wird weiter gehen, notfalls bis zur Rückgabe der Kassenzulassung.
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