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Ärzteschaft

Zahl der überforderten Gesundheitsämter steigt weiter an

Dienstag, 1. Dezember 2020

/picture alliance, Sebastian Kahnert

Berlin – Trotz der leicht rückläufigen Neuinfektionszahlen haben einem Bericht zufolge mehr Gesund­heitsämter Schwierigkeiten bei der Kontaktnachverfolgung von Coronainfizierten. 60 der deutschland­weit 400 Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) bis gestern Engpässe gemeldet, wie die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) heute unter Berufung auf eine RKI-Sprecherin berichtete.

43 Ämter – und damit mehr als jedes zehnte – meldeten demnach Schwierigkeiten der Kategorie 3, wonach „die Durchführung von Infektionsschutzmaßnahmen aufgrund von Kapazitätsengpässen nicht mehr vollständig erfolgt“. 17 weitere Gesundheitsämter gaben demnach an, in absehbarer Zeit überlastet zu sein.

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Obwohl die tägliche Zahl der Neuinfektionen seit etwa zweieinhalb Wochen leicht rückläufig ist, steigt die Zahl der überforderten Gesundheitsämter somit weiter leicht an. Wie die RKI-Sprecherin Susanne Glas­macher der NOZ sagte, lagen beim RKI am 21. Oktober 21 Engpassmeldungen der Kategorien 2 und 3 vor, am 30. Oktober waren es 38, Ende der ersten Novemberwoche 46 und Mitte Oktober 49.

Die Gesundheitsämter sind verpflichtet, den Landesbehörden zu melden, wenn ihnen Personal für den Infektionsschutz fehlt. Die Länder wiederum melden dies an das RKI weiter. Angaben zu bestimmten Kreisen oder Städten macht das RKI nicht.

Zu den Infektionsschutzmaßnahmen gehören vorrangig die Nachverfolgung von Kontaktpersonen, die als zentrales Element der Coronaeindämmung gilt, zum Teil auch das Ausbruchsmanagement oder andere Aufgaben des Infektionsschutzes. © afp/aerzteblatt.de

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