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Medizin

Gonorrhoe und Meningokokken­meningitis: Molekül tötet antibiotika­resistente Bakterienstämme ab

Mittwoch, 2. Dezember 2020

Neisseria Meningitidis/ picture alliance, BSIP

Quebec – Bakterien der Gattung Neisseria entwickeln leicht Antibiotikaresistenzen. Ein Forschungsteam des Institut national de la recherche scientifique (INRS) in Québec, Canada, hat jetzt nachgewiesen, dass ein einfaches Molekül die Keime in Bakterienkulturen und in einem Infektionsmodell wirksam bekämpft. Sie haben ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Antimicrobial Agents and Chemotherapy veröffentlicht (2020; DOI: 10.1128/AAC.00254-20).

Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) hat Ende November wieder auf die zunehmenden Antibiotika­resistenzen hingewiesen. Dies gilt laut den Forschern auch für Neisseria gonorrhoeae, bei der einige Stämme Resistenzen gegen alle wirksamen Antibiotika entwickelt haben. Dieses Bakterium ist für die Geschlechtskrankheit Gonorrhoe verantwortlich.

Resistente Stämme von Neisseria meningitidis, die bakterielle Meningitis verursachen, sind laut den Wissenschaftlern ebenfalls aufgetaucht. Ein Salz auf Borbasis – Natriumtetraphenylborat (NaBPh4) – zeigt laut der Arbeit eine hohe bakterizide Aktivität und Spezifität gegen Neisseria meningitidis und Neisseriae gonorrhoeae.

Dieses unter Chemikern gut bekannte Molekül ist laut den Wissenschaftlern leicht zugänglich, kosten­günstig und könnte bei der Bekämpfung dieser beiden Arten von pathogenen Neisserien hilfreich sein. Der Vorteil dieses Moleküls ist seine Spezifität: „Wir haben festgestellt, dass das Molekül nur die patho­gene Neisseria betrifft. Es wirkt sich nicht auf andere Arten von Neisseria aus, die in den oberen Atem­wegen vorkommen“, sagte Frédéric Veyrier aus der Arbeitsgruppe.

Die Wissenschaftler wissen bislang nicht, warum das Molekül spezifisch auf die beiden Arten von Neisseria reagiert, vermutet aber eine Verbindung mit der Membran dieser Erreger. „Diese Spezifität öffnet die Tür zu mehr Grundlagenforschung, um herauszufinden, was ein Bakterium im Vergleich zu anderen virulent macht“, erläutern sie.

Der nächste Schritt soll darin bestehen, die Struktur des Moleküls zu verändern, um es effizienter zu machen und gleichzeitig seine Spezifität zu erhalten. Parallel dazu möchte das Team einen Industrie­partner finden, um die Möglichkeit einer potenziellen Behandlung zu prüfen. © hil/aerzteblatt.de

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