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Neue S2k-Leitlinie zur Geburtseinleitung

Dienstag, 1. Dezember 2020

/motortion, stock.adobe.com

Berlin – Rund 20 bis 25 Prozent Schwangerschaften enden mit der externen Einleitung der Geburt. Eine neue S2k-Leitlinie bietet jetzt wissenschaftlich gestützte Handlungsempfehlungen für diese gängige ge­burtshilfliche Maßnahme. Dabei liegt der Fokus auf Indikationen, Methoden und generellem Manage­ment.

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) hat die Arbeit an der Leitlinie feder­führend koordiniert, zusammen mit der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe.

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„Die Geburtseinleitung gehört zu den häufigsten Maßnahmen im geburtshilflichen Alltag. Gleichwohl gibt es trotz ausreichend vorliegender Evidenz ein sehr heterogenes Vorgehen, weshalb wir in dieser Leitlinie die Indikationen und die verschiedenen Methoden mit ihren Vor- und Nachteilen einschließlich der Risiken darstellen“, erläuterte der Leitlinienkoordinator Sven Kehl vom Universitätsklinikum Erlan­gen.

Die Autoren der Leitlinie betonen, dass Ärzte die Indikation für eine Geburtseinleitung in jedem Einzel­fall kritisch stellen müssen. Gesicherte Indikationen für eine Geburtseinleitung können laut der Leitlinie sein: Terminüberschreitung und Übertragung, früher vorzeitiger Blasensprung, Schwangerschaftsdia­be­tes, Bluthochdruck in der Schwangerschaft, abnorme Fruchtwassermenge und andere.

„Weder eine SARS-CoV-2-Infektion noch die COVID-19-Erkrankung allein stellen eine Entbindungsindika­tion dar. Eine relevante mütterliche Beeinträchtigung der Atemwege kann jedoch eine Entbindung erfor­derlich machen“, erläutert Michael Abou-Dakn, vom St. Joseph Krankenhaus Berlin, ebenfalls Leitlinien­ko­ordinator.

Weitere Themen der Leitlinie sind die Geburtseinleitung bei Zwillingsschwangerschaften, die Geburts­einleitung bei Schwangeren nach vorangegangenem Kaiserschnitt und die medikamentöse Geburtsein­leitung. © hil/aerzteblatt.de

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