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Politik

Bundeswehr verstärkt Einsatz in Gesundheitsämtern

Mittwoch, 2. Dezember 2020

/picture alliance, Rolf Vennenbernd

Berlin – Die Bundeswehr verstärkt ihre Unterstützung für Gesundheitsämter im Kampf gegen die Coro­napandemie. „Wir haben das Kontingent aufgestockt für 20.000“, sagte Bundesverteidigungs­ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) heute den Sendern RTL und n-tv. Wie viele Soldaten tatsächlich zum Einsatz kommen, hänge jetzt davon ab, was angefordert werde. Es sei aber nun für weitere Einsätze „noch Luft nach oben“, sagte sie.

Am Wochenende habe es in Passau eine „ganz prekäre Situation“ gegeben, in der die Bundeswehr kurzfristig mit 50 Soldaten ausgeholfen habe, sagte die Ministerin weiter. „Wir halten vor und wann immer die zivile Seite uns braucht, sind wir da“, hob sie hervor. Für den Einsatz in den Gesundheits­ämtern komme es allerdings immer darauf an, ob Soldaten in die Struktur passten, „aber an der personellen Möglichkeit der Bundeswehr, zu helfen, mangelt es nicht“.

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Aktuell seien rund 10.000 Soldaten im Coronaeinsatz, sagte Kramp-Karrenbauer. Die meisten von ihnen arbeiteten in den Gesundheitsämtern mit, viele aber auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Die Truppe bereite sich nun auch darauf vor, bei Transport, Lagerung und Sicherung von Impfstoffen Amtshilfe zu leisten, sagte die Ministerin. „Wir könnten das sicher an der einen oder anderen Stelle tun“, stellte sie Unterstützung auch in diesem Bereich in Aussicht.

„Was wir nicht sicherstellen können, ist eine durchgehende Kühlkette“, räumte Kramp-Karrenbauer allerdings ein. Die Bundeswehr komme daher eher dann ins Spiel, wenn Impfstoffe vorgehalten werden sollten, die nicht so kalt gelagert werden müssten wie der von Biontech und Pfizer mit rund minus 70 Grad.

Zur Frage, ob die Bundeswehr auch eingelagerte Impfstoffe schützen könne, sagte die Verteidigungs­ministerin, dies sei bereits im Frühjahr für Schutzmasken und wichtiges medizinisches Material geschehen. Auch bei der Sicherung gelagerter Impfstoffe sei eine Amtshilfe denkbar. Zunächst seien hier aber die Sicherheitskräfte im Innern gefordert, also die Polizei von Bund und Ländern. © afp/aerzteblatt.de

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