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Heime bei Schnelltestung unterstützen

Donnerstag, 3. Dezember 2020

/picture alliance, Sebastian Gollnow

Osnabrück – Angesichts weiter zunehmender Coronamassenausbrüche in Pflege- und Altenheimen for­dern Experten rasche Unterstützung der Heime bei der Schnelltestung. „Die Bemühungen von Bund und Ländern sind völlig ungenügend. Bundeswehr und Katastrophenschutz müssen sofort Kräfte schicken, um bei der Schnelltestung zu helfen“, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, heute der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ).

„Stattdessen werden bei der Bundeswehr Minusstunden angesammelt, damit die Soldaten parat stehen, wenn die Impfstoffe kommen. Das ist verantwortungslos, denn wir müssen jetzt die Ansteckungen in Heimen stoppen", so Brysch.

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Die „Impfstoffverheißung“ klinge für Heimbewohner wie ein „höhnischer Ruf an Ertrinkende, man werde ihnen in drei Monaten den Rettungsring zuwerfen“. Es werde Monate dauern, bis Heimbewohner, Pflegebedürftige zu Hause und Pflegekräfte durchgeimpft seien, erklärte Brysch.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) nehme „die Vereinsamung zu Weihnachten in Kauf“.
Auch die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) forderte von Bund, Ländern und Gesundheitsämtern, für schnelle Entlastung der Heime zu sorgen. „Denn dank Schnelltestung wären viel mehr Normalität und Sicherheit möglich“, sagte DGKH-Vorstandssprecher Peter Walger der NOZ.

So seien nach einer kurzen professionellen Anleitung die notwendigen Testabstriche „kein Hexenwerk, sie können von jedem durchgeführt werden“, betonte der Hygiene-Experte. Das Ge­sund­heits­mi­nis­terium erklärte auf NOZ-Nachfrage, durch das neue Bevölkerungsschutzgesetz werde es Mitarbeitern der Medizinischen Dienste der Krankenkassen bereits ermöglicht, Pflegeheime befristet bei der Corona­eindämmung zu unterstützen.

Seit Mitte November würden für Tests und Personalaufwand neun Euro pro Test übernommen. Beschaf­fung und Organisation könnten „nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr weitgehend durchgeführt werden“, so das Ministerium weiter. Überdies sei die Zahl der Tests, die erstattet würden, “auf 30 pro Bewohner und Monat“ erhöht worden.

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, warnte vor einer neuerlichen Abriegelung der Heime. Dass es weiterhin zu Ansteckungen in den Einrichtungen kommen könne, dürfe kein Argument für pauschale Besuchsverbote sein. „Besuche müssen möglich bleiben“, so Westerfellhaus. Er werde in den nächsten Tagen eine Handreichung für Besuchskonzepte vorstellen. © kna/aerzteblatt.de

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