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Politik

Krankenhäuser halten Freihaltepauschale für gerechtfertigt und unverzichtbar

Donnerstag, 3. Dezember 2020

/picture alliance, Andrew Matthews

Berlin – Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, die in einem Bericht des ARD-Magazins Plusminus erhoben wurden. In dem Beitrag von gestern ging es um Corona­hilfen für Krankenhäuser. Darin hieß es unter anderem, die Freihaltepauschale habe es nicht nur für In­tensivbetten, sondern für alle freien Betten gegeben. So hätten auch Kliniken davon profitiert, die zur Bewältigung der Pandemie kaum etwas beigetragen hätten.

„Damals ging es in einem breiten Konsens von Politik, Krankenkassen und Krankenhäusern darum, mög­lichst viele nicht dringlich notwendige Krankenhausleistungen zu verschieben“, argumentierte DKG-Prä­si­dent Gerald Gaß. Ziel sei es gewesen, so viele Ressourcen wie möglich zu bündeln, um eine hohe Welle von COVID-Patienten bewältigen zu können.

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„Dazu war es unbedingt notwendig, in allen Versorgungsbereichen, auch in psychiatrischen und psycho­somatischen Kliniken, Betten freizubekommen, damit deren Personal in anderen Kliniken COVID-19-Pa­tienten hätte versorgen können“, so Gaß. Aus seiner Sicht seien die Kliniken also durch eindringliche Ap­pelle der Kanzlerin, des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ters und der Länder zur maximalen Freihaltung ge­drängt worden.

Beides, Freihaltung zur Konzentration aller Ressourcen auf die Versorgung von COVID-Fällen und der un­abweislichen medizinischen Bedarfe und Infektionsprophylaxe durch Zurückstellung elektiver Leistun­gen, führt laut DKG in der gesetzlich vorgesehenen Systematik der Krankenhausfinanzierung zu Erlös­aus­fällen und zu einer die medizinische Leistungsfähigkeit gefährdenden wirtschaftlichen Lage der Krankenhäuser.

Deshalb seien die Rettungsschirmausgleiche für alle Kliniken, einschließlich der Rehakliniken, notwen­dig. Es wäre redlich, wenn die Redaktion diesen Zusammenhang dem Publikum dargestellt hätte.

„Dass es nicht zu extremen Überlastungen wie in Italien und anderen Ländern kam, ist ein Glück, darf aber nicht zu haltlosen Vorwürfen gegenüber den Kliniken führen. Denn diese haben sich schlicht an die dringende Aufforderung von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter und Bundeskanzlerin gehalten und ihre Leistun­gen zurückgefahren, wo es möglich war“, so Gaß. © hil/sb/aerzteblatt.de

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