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Trotz Corona im Schnitt kein höherer Krankenstand bei Betriebs­krankenkassen

Freitag, 4. Dezember 2020

/dpa

Berlin – Im März so hoch wie lange nicht, im Mai so tief wie nie: Der Krankenstand der Millionen bei der Betriebskrankenkasse (BKK) Versicherten hat während der Coronapandemie eine Berg- und Talfahrt er­lebt, ist im Schnitt aber in etwa auf dem Niveau der Vorjahre geblieben. Das geht aus dem gestern vor­gestellten Gesundheitsreport des BKK-Dachverbands hervor.

Die Auswertung zeigt, dass die Fehlzeiten der Angestellten mit der Entwicklung der Pandemie einher­ging: Im März während der ersten Coronawelle waren demnach im Schnitt 6,7 Prozent der Beschäftigten pro Tag krank gemeldet – der höchste Wert des vergangenen Jahrzehnts.

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Im Sommer ging der Krankenstand dann stark zurück, im Mai erreichte er einen historischen Tiefstwert von 3,7 Prozent. In dem Report wurden die Daten von rund neun Millionen Versicherten analysiert. Dem BKK-Dachverband zufolge ist damit ein repräsentatives Bild des Krankheitsgeschehens in der Arbeits­welt gegeben.

Trotz des Zusammenhangs mit der Pandemieentwicklung war demnach aber nur ein verschwindend ge­ringer Teil der Fehlzeiten direkt auf COVID-19 zurückzuführen – die Krankheit machte 2020 pro Monat nur rund 0,3 Prozent bis 1,0 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage aus.

Dem Vorstand des BKK-Dachverbands, Franz Knieps, zufolge setzten sich die häufigsten Diagnosen der Vorjahre auch im Coronajahr fort: Mehr als die Hälfte der Krankschreibungen gingen in den vergangenen Jahren auf Muskel-Skelett-Erkrankungen, psychische Störungen und Atemwegserkrankungen zurück.

Langfristig betrachtet haben sich BKK-Versicherte in den vergangenen zehn Jahren öfter und länger krank gemeldet: Zwischen 2009 und 2019 stieg die Zahl der Arbeitsunfähigkeitsfälle demnach um ein gutes Viertel. Die Zahl der Tage, an denen Versicherte arbeitsunfähig waren, stieg in der Zeit um mehr als ein Drittel. © dpa/aerzteblatt.de

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