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Ausland

Missachtung von WHO hat Corona verschlimmert

Freitag, 4. Dezember 2020

UN-Generalsekretär António Guterres/ picture alliance, Bebeto Matthews

New York – UN-Generalsekretär António Guterres hat die Missachtung von Coronaempfehlungen der Welt­gesundheitsorganisation (WHO) für das Ausmaß der Pandemie mitverantwortlich gemacht. Die WHO habe von Beginn an „Fakten und wissenschaftliche Orientierung“ geliefert, sagte Guterres gestern zu Be­ginn einer zweitägigen Sondersitzung der UN-Generalversammlung.

Dies hätte Grundlage für eine weltweite Zusammenarbeit im Kampf gegen das Virus sein können. „Leider wurden viele dieser Empfehlungen nicht befolgt.“ Auf welche Länder sich seine Kritik bezieht, ließ der UN-Generalsekretär offen.

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„In manchen Situationen wurden Fakten zurückgewiesen und Empfehlungen ignoriert“, sagte Guterres weiter. „Und wenn Länder in ihre eigenen Richtungen gehen, geht das Virus in jede Richtung.“ Bei der Coronasondersitzung wurden Videobotschaften von etwa 100 Staats- und Regierungschefs erwartet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach sich in ihrem Beitrag für eine Stärkung der WHO aus. „Sie muss noch besser imstande sein, auf grenzüberschreitende Bedrohungen der Gesundheit reagieren zu können.“ Dafür werde Deutschland sich einsetzen.

Die Pandemie sei eine „außergewöhnliche Probe“ für die Menschheit, durch die Fortschritte bei der Impfstoffentwicklung und die Aufstellung einer globalen Plattform, unter anderem zu dessen Verteilung, gebe es aber auch „Licht am Ende des Tunnels“. Alle Menschen weltweit müssten einen fairen Zugang zu wirksamen Impfstoffen bekommen und die Welt müsse gemeinsam daran arbeiten, gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

Konkrete Beschlüsse werden von der UN-Veranstaltung nicht erwartet. Die Coronasondersitzung solle zum Austausch dienen, sagte der aktuelle Präsident der Generalversammlung, Volkan Bozkir. „Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, um mit dem Finger auf andere zu zeigen.“ © dpa/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Samstag, 5. Dezember 2020, 09:39

UN/WHO-KAKOPHONIE

Wenn ich die Äußerungen von UN-Generalsekretär António Guterres höre, der ausgerechnet die Missachtung von Coronaempfehlungen der Welt­gesundheitsorganisation (WHO) für das Ausmaß der Pandemie mitverantwortlich machen will, frage ich mich als Arzt unwillkürlich, welche Art von Drogen bzw. psychotrophen Medikamenten dieser Mann wohl eingenommen hat? Nur als exemplarische Beispiele:

Sein "WHO-Europachef warnt vor negativen Folgen kompletter Lockdowns" bei den Anti-Corona-Maßnahmen.
"Kopenhagen - Das Europa-Büro der Welt­gesund­heits­organi­sation WHO hat vor vorschnellen kompletten Lockdowns gewarnt. Angesichts der Folgen wie finanzielle Notlagen und Anstieg häuslicher Gewalt seien nationale Lockdowns die letzte Möglichkeit, sagt WHO-Regionaldirektor Hans Kluge.
Zwar wisse man, dass strikte Beschränkungen wie Anfang des Jahres die Übertragung von Krankheitserregern einschränken und dem Gesundheitssystem den dringend benötigten Raum zur Erholung gebe, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Donnerstag in Kopenhagen. „Wir wissen aber auch, dass komplette Lockdowns die Nachfrage nach psychischer Gesundheitsfürsorge steigern und zu einem Anstieg der häuslichen Gewalt führen wird.“ Zudem würden weniger chronisch Kranke in Krankenhäuser gehen, was zu vorzeitigen Todesfällen führen würde.
Darüber hinaus hätten die indirekten Auswirkungen eines Lockdowns negative Folgen für die Wirtschaft, Menschen würden in finanzielle Notlagen kommen. „Angesichts dieser Realitäten erachten wir nationale Lockdowns als letzte Möglichkeit.“ Vielmehr könnten Maßnahmen ergriffen werden, die Leben retteten und gleichzeitig die Lebensgrundlagen erhielten...
https://0-rp--online-de-0.cdn.ampproject.org/v/s/rp-online.de/panorama/coronavirus/corona-who-warnt-vor-negativen-folgen-kompletter-lockdowns_aid-54332403

Zugleich konfabulierte Hans Kluge (Stand vom 31.10.2020) mit inhaltlichen und formalen Fehlern bzw. fake-news:
"Modelle des Instituts IHME der Universität Washington deuteten darauf hin, dass allein das Tragen von Masken bis zum 1. Februar [!] in den 53 WHO-Mitgliedstaaten in der [Europa]-Region bis zu 266 000 Leben retten könnte...Des Weiteren könnten Home Office und Beschränkung großer Versammlungen einen großen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie und dem Erhalt der Lebensgrundlagen leisten.
Kluge sagte [unter Missachtung der Pandemie-Katastrophen in Nord und Südamerika aber auch einigen asiatischen Ländern], Europa sei erneut im Mittelpunkt der Pandemie. In dieser Woche habe die Region Europa, zu der die WHO insgesamt 53 Länder zählt, die höchste wöchentliche Inzidenz von Covid-19-Fällen seit Beginn der Pandemie mit mehr als 1,5 Millionen gemeldeten Fällen in den letzten sieben Tagen registriert [?]. Am Donnerstag habe die Region den Meilenstein von zehn Millionen Fällen überschritten..." (Zitat Ende).

Zugleich heißt es neuerdings im Gegensatz zur anfänglichen Schutzmasken-Libertinage der WHO: "WHO empfiehlt das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) in Regionen mit hohen Infektionszahlen nun auch in der eigenen Wohnung, wenn Besuch empfangen wird und nicht für eine ausreichende Belüftung gesorgt werden kann. Dies gelte unabhängig davon, ob ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden kann oder nicht. Auch im Freien sollte MNS getragen werden, wenn es nicht möglich ist, einen Ein-Meter-Mindestabstand einzuhalten. Dies gelte besonders für Risikogruppen. Bei sportlicher Aktivität könne auf die Maske verzichtet werden, wenn der MNS die Atmung einschränkt [?]. Grundsätzliche gelte auch hier die Regel für einen Mindestabstand von einem Meter [Ausnahne: Profifußball, dessen gigantische Umsätze sonst wegbrechen würden]."

Windelweich einschränkend irritiert die WHO mit vagen Behauptungen aber zugleich entgegen seriösen wissenschaftlichen Fakten und Studien:
"Der Nutzen eines MNS ist für die WHO allerdings weiterhin unklar: „Derzeit gibt es nur eingeschränkte und inkonsistente wissenschaftliche Hinweise, die für die Effektivität eines MNS gegen Atemwegsinfektionen auslösende Viren wie SARS-CoV-2 bei gesunden Menschen sprechen“, heißt es in den Empfehlungen (WHO-Empfehlungen, Stand 1. Dezember). Bearbeitet nach https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/Neue-Corona-Studien-Remdesivir-Lockdown-Folgen-Masken-et-al-410212.html

Zusammenfassend hat die WHO mit ihrem widersprüchlichen Schleuder-und Schlingerkurs bei der SARS-CoV-2-Pandemie betreffend MNS-Schutzmasken, allgemeinen, alters- und sozialspezifischen AHA-Regeln, speziellen Anti-COVID-19-Medikamenten und Therapie-Regimen als weltweit wirksame Einrichtung erneut ebenso wie bei der EBOLA-Krise in Afrika versagt. Besonders bezeichnend: Eine beispiellose anfängliche Schutzmasken-Libertinage, die jetzt in totale Panikmache umschlägt, und wirre Beurteilung der Faktenlage.

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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