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Ärzteschaft

Medizinische Fachangestellte demonstrieren morgen in Berlin

Montag, 7. Dezember 2020

/picture alliance, lev dolgachov

Bochum – Anlässlich der zweiten Runde bei den Tarifverhandlungen für Medizinische Fachangestellte (MFA) in Arztpraxen hat der Verband medizinischer Fachberufe (VMF) für morgen einen stillen Protest vor dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) und dem Brandenburger Tor angekündigt.

„Medizinische Fachangestellte sind systemrelevant. Sie übernehmen an der Seite der Ärzteschaft eine wichtige Rolle im ambulanten Gesundheitswesen“, sagte die Präsidentin des Verbandes, Hannelore König.

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Auch bei der derzeit aktuellen Vorbereitung und Umsetzung der Impfzentren würden MFA dringend benötigt, weil sie unter ärztlicher Aufsicht im Rahmen der Delegation impften, Impfungen dokumen­tierten und Ärzte bei der Überwachung des Impfgeschehens entlasten könnten. Mit Blick auf dieses breite Aufgabengebiet sei es nicht nachvollziehbar, dass MFA in Arztpraxen schlechter bezahlt würden als in Krankenhäusern, so König.

Ende November hatte das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) eine Analyse der Ein­stiegsgehälter von MFA in Krankenhäusern und Vertragsarztpraxen nach Tarifvertrag zwischen 2018 und 2020 vorgelegt. Danach liegt das monatliche Einstiegsgehalt ohne Berücksichtigung von Sonder­zah­lun­gen einer MFA im Krankenhaus durchschnittlich um rund 500 Euro höher als für eine MFA in einer Arzt­praxis.

Grund dafür seien „die in den vergangenen Jahren stärker gewachsene Finanzierungsgrundlage in der stationären Versorgung“. So sei der sogenannte Orientierungswert zwischen 2016 und 2020 für Kranken­häuser um 15,02 Prozent gestiegen – für Vertragsarztpraxen lediglich um 6,96 Prozent. Auch im Jahr 2021 setzt sich dies laut dem Zi fort: Für Kliniken betrage der Anstieg 2,6 Prozent, für Kassenarztpraxen nur 1,25 Prozent.

„Wir sehen keinen Grund, warum ausgerechnet diejenigen, die zurzeit in größter Stressbelastung arbei­ten, von der Politik nicht berücksichtigt werden. Eine Gegenfinanzierung der Tariferhöhungen durch den Staat analog den Beschäftigten in den Pflegeeinrichtungen ist mehr als gerechtfertigt“, sagte König.

Die erste Runde der Tarifverhandlungen zwischen dem VMF und den ärztlichen Arbeitgebern (Tarif­kom­mission der AAA) für die mehr als 400.000 MFA im den Arztpraxen in Deutschland hatte Anfang Novem­ber stattgefunden. © hil/aerzteblatt.de

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