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Medizin

Neue Klassifizierung ermöglicht individuellere Therapie der juvenilen myelomonozytären Leukämie

Donnerstag, 17. Dezember 2020

/picture alliance, Matthias Balk

Heidelberg – Epigenetische Veränderungen bei Kindern mit juveniler myelomonozytärer Leukämie (JMML) haben Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Ihre Bestimmung ermöglicht es, Hochrisikopatienten zu identifizieren und die Therapie individueller anzupassen. Das berichten Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und des Universitätsklinikums Freiburg in der Zeitschrift Clinical Cancer Research (2020; DOI: 10.1158/1078-0432.CCR-20-3184).

Die JMML ist eine Blutkrebsart des frühen Kindesalters. Die Blutstammzelltransplantation ist bisher die einzige Behandlungsform. Ist diese Therapie nicht erfolgreich, verläuft die Erkrankung häufig tödlich.

„Je nachdem, wie stark die DNA methyliert ist, lassen sich JMML-Patienten in drei Gruppen einteilen: Patienten, bei denen das Erbgut der Tumorzellen stark methyliert ist, weisen meist Merkmale auf, die mit einem erhöhten Rückfallrisiko nach Stammzelltransplantation verknüpft sind. Bei einer weiteren Patientengruppe, deren Tumorgenom nur schwach methyliert ist, verläuft die Krankheit in der Regel milder. Eine dritte Gruppe hat ein mittleres Maß an DNA-Methylierung“, berichtet Daniel Lipka, Leiter der Sektion Translationale Krebsepigenomik in der Abteilung Translationale Medizinische Onkologie des DKFZ und am NCT Heidelberg. Die Analyse des DNA-Methylierungsstatus wird daher inzwischen als Biomarker eingesetzt, um den Krankheitsverlauf der JMML-Patienten besser abschätzen zu können.

Die Forscher haben jetzt die Erbgutanalysen von 255 Patienten ausgewertet und klinisch sowie biologisch charakterisiert. „Unsere Analyse konnte das Methylierungsmuster als einzigen signifikanten Faktor nachweisen, der das Gesamtüberleben bei dieser speziellen Erkrankung vorhersagen kann“, berichtet Maximilian Schönung, Erstautor der Publikation und Wissenschaftler in der Sektion Translationale Krebsepigenomik der Abteilung Translationale Medizinische Onkologie des DKFZ und am NCT Heidelberg.

Die Wissenschaftler prüften, ob die Analysen an verschiedenen Orten und mit unterschiedlichen tech­nischen Gegebenheiten verlässliche Ergebnisse produzieren. Zudem überprüften sie die Methode in einer unabhängigen Patientengruppe. Die Ergebnisse der Einteilung in 3 Risikogruppen stimmten in 98 % überein und zeigten damit eine hohe Zuverlässigkeit der Klassifizierungsmethode.

„Dank dem internationalen Standardverfahren können JMML-Patienten jetzt zuverlässiger den 3 Unter­gruppen zugeordnet werden. Insbesondere Hochrisikopatienten, für die eine allogene Blutstammzell­transplantation nicht heilend ist, können nun schneller identifiziert werden“, sagte Christian Flotho, Wissenschaftler im deutschen Konsortium für translationale Krebsforschung (DKTK) am Universi­tätsklinikum Freiburg. © hil/aerzteblatt.de

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