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Politik

Elektronische Patientenakte startet zunächst mit Testphase

Montag, 7. Dezember 2020

/metamorworks, stock.adobe.com

Berlin – Die allen Versicherten ab 1. Januar 2021 freiwillig zustehende elektronische Patientenakte (ePA) soll zunächst mit einer Testphase starten.

Als bislang größtes IT-Projekt im deutschen Gesundheits­wesen mit der Vernetzung von 200.000 Leis­tungs­erbringern und potenziell 73 Millionen Versicherten sei die Einführung „ein herausfordernder Ge­samtprozess für alle Beteiligten“, antwortete das Bundesgesund­heitsministerium auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Daher sei ein Stufenprozess vorgesehen.

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E-Akten der Krankenkassen sollen Versicherten zum 1. Januar 2021 zum Download zur Verfügung ste­hen, wie das Ministerium erläuterte. Dies sei die Grundlage, um persönliche Gesundheitsinformationen einstellen und verwalten zu können. Zugleich solle damit eine „umfangreiche Test- und Einführungspha­se mit ausgewählten Arztpraxen und Krankenhäusern“ be­ginnen.

Ziel sei, dass sich schon währenddessen mehr Einrichtungen beteiligen. Nach der Testphase und einer finalen Zulassung solle dann die flächendeckende Vernetzung beginnen. Wie gesetzlich festgelegt, müssten Praxen dafür bis zum 1. Juli 2021 über die für den Zugriff auf die ePA nötigen Komponenten und Dienste verfügen.

Nach jahrelangem Gezerre soll die ePA nach Plänen von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) die Digitalisierung deutlich voran bringen. Sie soll – als freiwilliges Angebot – als App zu haben sein und schrittweise mehr Funktionen bekommen. Neben Arztbefunden und Röntgenbildern sollen ab 2022 der Impfausweis, der Mutterpass, das Untersuchungsheft für Kinder und das Zahnbonusheft digital ab­rufbar sein.

Die Patienten entscheiden, was gespeichert wird. Sie bestimmen auch, wer auf die ePA zugreifen darf – im ersten Jahr allerdings noch nicht in verfeinerter Form. Erst ab 1. Januar 2022 soll für jedes Dokument einzeln festzulegen sein, welcher Arzt es sehen kann.

Grünen-Gesundheitsexpertin Maria Klein-Schmeink sagte, dass die ePA nicht gleich perfekt sein würde, sei lange bekannt. Aber dass wesentliche Funktionen nicht schon zum Start verfügbar seien, sei „schon ein starkes Stück“. Ohne baldige technische Updates für Praxen gebe es für Ärzte keine Möglichkeit, Da­ten einzustellen. „Damit bleibt der Mehrwert der Akte zu Beginn doch recht überschaubar, für Versicher­te wird die ePA monatelang nicht mehr sein als eine persönliche Cloud.“

Zusätzlich drohe durch Streit beim Datenschutz große Verunsicherung, warnte Klein-Schmeink. Der Bun­des­datenschutzbeauftragte Ulrich Kelber beanstandet die „abgespeckten“ Zugriffsmöglichkeiten und hat Warnungen und Anweisungen an 65 Krankenkassen mit insgesamt 44,5 Millionen Versi­cher­ten ange­kün­digt. Das Ge­sund­heits­mi­nis­terium und auch das Bundesamt für soziale Sicherung teilen die Bedenken allerdings nicht.

Klein-Schmeink sagte, es sei klar, dass bei einem umfangreichen Digitalprojekt nicht alles nach Plan laufen könne. „Darüber sollte aber transparent und ehrlich gesprochen werden, um keine falsche Erwar­tungshaltung aufzubauen. Ansonsten steht zu befürchten, dass Versicherte die ePA ausprobieren, keinen Nutzen für sich erkennen und die Akte dann links liegen lassen.“ Dabei habe sie das Potenzial, einen echten Mehrwert für Patienten zu bringen. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #731782
astridschulze@massai.dk
am Montag, 7. Dezember 2020, 21:39

Was wird es denn fuer eine ? Epic ? Cerner ? was Neues ?

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