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Bauchaortenaneu­rysma: Fachgesellschaft will Screening auch für Frauen

Montag, 7. Dezember 2020

/ Henrie, stock.adobe.com

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) hat auf die Gefahr hingewie­sen, die von Aortenaneurysmen ausgehen und fordert, das Screening zu intensivieren. Geschätzt 250.000 Menschen in Deutschland sind laut Fachgesellschaft an einem Bauchaorten­aneurysma erkrankt. Bis zu 2.000 Menschen stürben pro Jahr an einer Ruptur des Aneurysmas.

„Wichtige Faktoren für die Entstehung eines Aneurysmas sind das männliche Geschlecht ab dem 65. Le­bensjahr, familiäre Häufung und Nikotinkonsum“, erklärte der DEGUM-Experte Siegfried Krishnabhakdi, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, vaskuläre- und endovaskuläre Chirurgie im Klinikum Osnabrück.

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Seit 2018 ist das Ultraschallscreening für Männer ab 65 Jahre Teil der Vorsorgemaßnahmen, die von den Krankenkassen bezahlt werden. Die Untersuchung wird von Hausärzten, Urologen, Internisten, Radiolo­gen und Chirurgen vorgenommen. Frauen profitieren davon aber nicht.

„Bei Frauen über 65 Jahren, die rauchen, ist das Risiko der Ruptur eines Bauchaortenaneurysmas sogar höher als bei gleichaltrigen Männern“, warnte Krishnabhakdi. Es sei daher sinnvoll, dass Vorsorge­scree­nings auf Frauen über 65 Jahre auszuweiten, die Risikofaktoren wie Nikotinkonsum und Bluthochdruck erfüllten, so der Experte.

Das Bauchaortenaneurysma ist eine Erweiterung der Aorta auf einen Durchmesser von mindestens 30 Millimeter. Durch die Ausdünnung der Wand erhöht sich die Rupturgefahr in Abhängigkeit des Aneu­rys­ma­durchmessers. Dies lässt sich laut der DEGUM im Ultraschall sehr genau messen. „In beinahe 100 Pro­zent der Untersuchungen kann die Größe des Aneurysmas zuverlässig bestimmt werden“, betonte Krish­nabhakdi.

Auch die Konsequenzen aus den Screeningergebnissen sind laut der Fachgesellschaft klar definiert: Ist bei Männern das Aneurysma größer als 55 Millimeter und bei Frauen größer als 50 Millimetern, werde empfohlen, das Aneurysma auszuschalten. Kleinere Aneurysmen mit geringer Wachstums­geschwin­dig­keit würden mit Ultraschall weiter beobachtet. Die Intervalle hingen von der Größe, den Risikofaktoren, zum Beispiel Nikotinkonsum, und der Wachstumsgeschwindigkeit ab. © hil/aerzteblatt.de

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