szmtag Neue Höchstmarke von Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 bei...
NewsÄrzteschaftNeue Höchstmarke von Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 bei Gesundheitspersonal
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Neue Höchstmarke von Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 bei Gesundheitspersonal

Montag, 7. Dezember 2020

/picture alliance, EUROPA PRESS, David Zorrakino

Berlin – Erstmals wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) mehr als 500 SARS-CoV-2-Neuinfektionen unter Gesundheitsmitarbeitern binnen 24 Stunden gemeldet. Somit haben sich mittlerweile mehr als 30.000 Beschäftigte von Kliniken, Praxen und Rettungsdiensten mit SARS-CoV-2 infiziert. Das geht aus den Lageberichten des RKI vom Wochenende hervor.

Die Infektionszahlen unter den Mitarbeitenden von Gesundheitseinrichtungen steigen derzeit stark an. Allein am vergangenen Freitag wurden dem RKI 511 Fälle gemeldet, so viele wie noch nie innerhalb eines Tages. Durchschnittlich infizieren sich derzeit fast 2.500 Gesundheitsmitarbeiter pro Woche mit SARS-CoV-2. Wo genau sich die Mitarbeiter anstecken würden, sei nicht bekannt, heißt es in den Lage­berichten.

Anzeige

Die ersten 10.000 Infektionen fanden vor dem 5. Mai statt. Bis zum 6. November kamen weitere 10.000 hinzu. Die Verdopplung dauerte demnach 186 Tage. In den vergangenen 29 Tagen sind dem RKI nun wieder 10.000 Neuinfektionen bei Gesundheitspersonal gemeldet worden.

Damit haben sich insgesamt seit Beginn der Pandemie 31.241 Beschäftigte von Krankenhäusern, Arzt- und Zahnarztpraxen, MVZ, stationären Reha- und Dialyseeinrichtungen sowie Rettungsdiensten mit dem Coronavirus infiziert. Knapp mehr als 1.000 der Beschäftigten mussten in einem Krankenhaus behandelt werden. Für 29 von ihnen endete die Infektion tödlich.

Weniger Infektionen unter Pflegeheimpersonal

Hinzu kommen 22.000 Infektionsfälle bei Personal von Pflegeheimen und anderen „Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung“, beispielsweise für Asylsuchende oder Obdachlose. Hier werden ak­tuell wöchentlich etwa 2.000 Mitarbeitende neu als infiziert gemeldet. Diese Zahlen stünden „im Ein­klang mit der Anzahl der berichteten Ausbrüche in Alten- und Pflegehei­men“, schrieb das RKI in seinen Lageberichten.

Die ersten 10.000 Fälle bei Mitarbeitenden von Pflegeeinrichtungen meldete das RKI bis zum Stichtag am 10. Juli. Für eine Verdopplung brauchte es hier 144 Tage. In diesem Jahr mussten bereits 711 SARS-CoV-2-infizierte Beschäftigte von Pflegeheimen stationär behandelt werden, verstorben sind 60 von ihnen.

Diese Zahlen seien allerdings Mindestangaben, da für nur 13 Prozent aller Infektionsmeldungen bekannt sei, ob die betroffene Person in einer Gesundheitseinrichtung tätig ist oder betreut wird, erklärte das RKI. Bei mehr als einer Millionen Meldungen fehle eine solche Angabe.

Das Institut hatte Mitte November eine neue Softwareversion zur Analyse der gemeldeten Daten einge­führt. Dadurch stiegen die Infektionszahlen kurzzeitig sprunghaft an. Seit Anfang Dezember sind die Zahlen jedoch wieder relativ konstant. © jff/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #106024
Mabued
am Montag, 7. Dezember 2020, 19:24

mein-wille

Die FFP2-Masken sind noch immer insuffizient. Für deutlich kleinere Gesichter von Asiaten vielleicht geeignet, noch immer hauptsächlich "KN95" Masken - waren nur zu Beginn der Pandemie zugelassen - alte Bestände dürfen auch noch verkauft werden. Aber wirklichen Schutz gewähren sie nicht. Dieses Problem haben wir auch mit den Kitteln - und oft sind sie nicht vorhanden.
Wir müssen in Deutschland nach Pflegepersonal suchen - z.B. aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe - da habe ich schon wunderbar fähige Menschen kennengelernt. Die können wenigstens Gebrauchsanweisungen lesen, sich schnell fortbilden lassen, können auf die kulturellen Besonderheiten besonders älterer und kranker Menschen mit Seh- Hör- und Sprachproblemen viel besser eingehen als viele zur Zeit in Intensivpflegeeinrichtungen, Pflegeheimen und Kliniken beschäftigte Menschen. Autobauer am Fließband müssen die deutsche Sprache nicht beherrschen und erhalten deutlich mehr Gehalt als Facharbeiter mit ständig wechselnden Schichten und Tätigkeiten während Unzeiten in der Pflege. Das habe ich schon als Pfleger vor über 45 Jahren angeprangert. Über 45 Jahre hat man bei der Entlohnung der Pflegekräfte enorm viel Geld gespart - immer wieder hat man die Pflegekräfte vertröstet. Als Arzt sage ich seit über 35 Jahren immer wieder, dass die geringe Wertschätzung der Pflege und die schlechte Bezahlung zu einer selbst verschuldeten schlechten Versorgung im Alter führen wird. Endlich wird einigen Menschen klar, dass nicht die Alufelge von 2000 Euro am Lebensende, sondern eine gute Pflege den Menschen am Lebensende vielleicht zufriedenstellen kann. Hoffentlich haben wir alle eine verbindliche Patientenverfügung und einen absolut vertrauenswürdigen Menschen, der das Amt des Bevollmächtigten übernehmen kann.
LNS
LNS LNS LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER