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Stiftung Kindergesundheit empfiehlt fleischlose Kost für Kinder

Dienstag, 8. Dezember 2020

/yanadjan, stock.adobe.com

München – Eine fleischlose Kost ist bei einer ausgewogenen Ernährung auch für Kinder gesund. Darauf weist die Stiftung Kindergesundheit hin. Sie bezieht sich dabei auf die lakto-ovo-vegetarische Kost, in der auf Fleisch und Fisch verzichtet wird, die aber Milch und Eier als wichtige Nährstofflieferanten ent­hält.

Vegetarier profitieren laut der Stiftung meist von ihrer Ernährungsentscheidung. Die vegetarische Ernäh­rung entspreche vielen Empfehlungen der modernen Ernährungswissenschaft: Sie sei in aller Regel we­ni­ger energiereich, enthalte eine geringere Menge an gesättigten Fettsäuren, an Cholesterin und tieri­schem Eiweiß, dafür mehr an Ballaststoffen und den gesundheitlich vorteilhaften Anti­oxidantien.

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Bei Kindern sollten Eltern aber zwei wichtige Prinzipien für alle Ernährungsformen beachten, betont Ber­thold Koletzko, Stoffwechselspezialist der Ludwigs-Maximilians-Universität München und Vorsitzen­der der Stiftung Kindergesundheit.

Erstens: Je mehr Lebensmittelgruppen aus der Ernährung ausgeschlossen würden, desto größer sei die Gefahr, dass die gewählte Kostform zu einer Fehlernährung und dadurch zu Mangelerscheinungen beim Kind führe.

Zweitens: Je jünger ein Kind bei der Einführung einer einschränkenden Ernährungsweise sei, desto wahr­scheinlicher sei das Auftreten einer Mangelerscheinung, die dem sich noch entwickelnden Organismus des Kindes Schaden zufüge.

Aber: Bei vegetarischen Familien, die ihre pflanzliche Kost mit Milch, Milchprodukten und Eiern ergänz­ten („Lakto-ovo-vegetarier“) bestehe keine Gefahr eines Mangels, wenn die Kost insgesamt ausgewogen zusammengesetzt sei. Auch die lakto-vegetarische Ernährung, bei der zusätzlich auf den Genuss von Eiern verzichtet wird, könne eine vollwertige Kost sein.

„Kinder, die nach diesen Prinzipien ernährt werden, haben hinsichtlich ihres Wachstums und ihrer Ent­wicklung keine Beeinträchtigungen zu befürchten“, so Koletzko. Eine derartige Ernährung im Kindesalter sei nicht nur möglich, sondern besitze sogar schützende Effekte vor der späteren Entwicklung von Fett­sucht, Herzinfarkt und Diabetes, hieß es aus der Stiftung Kindergesundheit.

Familien, die sich vegan ernährten, sollten sich aber intensiv diätetisch und medizinisch beraten lassen, um Gefahren für ihr Kind vorzubeugen und eine ungestörte Entwicklung zu ermöglichen, so der Stoff­wechselexperte. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #731782
astridschulze@massai.dk
am Mittwoch, 9. Dezember 2020, 00:09

Lakto-ovo-vegetarische Kost ist NICHT frei von tierethischer Stellungnahme !blemen !hedamit sind die tierethischen Aspekte

Schliesslich muessen immer noch pro Milchkuh 50% der neugeborenen Kaelber - also die maennlichen - nach der Geburt getoetet werden, um Milch und milchbasierte Lebensmittel herzustellen - unethisch und ein jaehrliches Trauma fuer jede Milchkuh. Isst man Eier, aber kein Haehnchen - unterstuetzt man automatisch die Toetung frischgeschluepfter maennlicher Kueken. Was mit einer ernaehrungsmaessigen Analyse von fliegenlarvenbasierter Eiweissbereicherung bei vegetarischer Kost fuer Kinder ? Eine wirbeltier(produkt)freie Kost ist doch das, was man moechte.
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