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Medizin

AstraZeneca und University of Oxford publizieren offizielle Phase-III-Daten zu Coronaimpfstoff

Dienstag, 8. Dezember 2020

/picture alliance, YONHAPNEWS AGENCY, Yonhap

Oxford – Erstmals wurden die Ergebnisse einer Phase-III-Studie zu einem SARS-CoV-2-Impfstoff einem Peer Review unterzogen und in einem Fachjournal veröffentlicht. Die vorläufigen Resultate bestätigen weitgehend die Daten, die die University of Oxford und der schwedische Pharmakonzern AstraZeneca schon im November vorgelegt hatten: Das Vakzin kommt gepoolt über 2 Dosierungen auf eine Effekti­vität von 70,4 Prozent, erreicht aber mit einer anfänglich niedrigen Dosis 90 Prozent.

Heute erschien die wissenschaftliche Publikation zur Studie im Lancet (DOI: 10.1016/S0140-6736(20)32623-4).

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„Heute haben wir die Zwischenergebnisse der Phase-III-Studie publiziert und zeigen, dass dieses neue Vakzin ein gutes Sicherheitsprofil aufweist und effektiv gegen das Coronavirus ist“, sagte Andrew Pollard, Seniorautor des Oxford Vaccine Trial und Direktor der Oxford Vaccine Group, bei einer Online-Presse­konferenz.

Die Effektivitätsdaten basieren auf 11.636 Studienteilnehmern in Großbritannien und Brasilien. 2 Gruppen erhielten eine Prime-Impfung mit der Standarddosis und einer Booster-Impfung ebenfalls mit der Standarddosis. Eine weitere Gruppe (nur in Großbritannien) erhielt – versehentlich – eine niedrigere Prime-Dosis und dann eine Booster-Impfung mit der Standarddosis.

Die gepoolte Analyse zeigte 14 Tage nach der zweiten Dosis eine Effektivität von 70,4 %. In der Gruppe, die 2 Mal die Standarddosis erhalten hatte, lag die Effektivität mit 62,1 % niedriger. In der Gruppe, die bei der ersten Impfung eine niedrigere Dosis bekommen hatte, lag die Effektivität dagegen bei 90,0 %.

In dem Paper berichten die Autoren auch, dass die Impfung mit dem Vakzin weder zu Hospitalisierungen noch zu schweren Erkrankungen geführt habe. Zusätzlich berichten die Autoren über eine umfassende Sicherheitsdatenbank mit Freiwilligen aus Großbritannien, Brasilien und Südafrika: Bei mehr als 23.000 Teilnehmern und mehr als 74.000 Personenmonaten Follow-up seien nur 3 von 175 schweren Neben­wir­kungen möglicherweise mit dem Impfstoff assoziiert gewesen.

„Die Peer-Review-Publikation macht die Interimsanalyse des Oxford Vaccine Program komplett transpa­rent“, sagte AstraZeneca-CEO Pascal Soriot. „Wir haben begonnen, die Daten bei Zulassungsbehörden auf der ganzen Welt einzureichen, unsere globalen Lieferketten stehen bereit, um mit der Auslieferung von Hunderten Millionen Dosen zu begonnen.“ © nec/aerzteblatt.de

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Avatar #758897
DocFK
am Mittwoch, 9. Dezember 2020, 20:08

Wirksamkeit des Astra-Zencas-Impfstoff bei Senioren noch unklar, zu wenig detaillierte Daten

Vielleicht ist es ein Satz im DÄ-Artikel wert, dass der Autor im Lancet-Artikel wiederholt betont, dass die Wirksamkeit des Impfstoffes bei Senioren in der Zwischenauswertung noch unklar bleibt. Die Personengruppe > 60 Jahren ist aber in Deutschland stark vertreten. Gleichermaßen fehlen Angaben zur Altersverteilung der Nebenwirkungen und zu Wirksamkeit in den Subgruppen, also z. B. mit/ohne Vorerkrankungen wie Diabetes, KHK, COPD... Ferner machen die relativen Angaben der Ergebnisse in % zwar Eindruck, die absoluten Zahlen sind weniger spektakulär und was noch keiner sagen kann: wer weiß denn, wie lange der Effekt des Impfstoffs anhält?
LNS
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