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Medizin

Studie: Neurodermitis erhöht Risiko auf Autoimmun­erkrankungen

Dienstag, 12. Januar 2021

/picture alliance, Neufried/ OKAPIA

Stockholm – Patienten mit einer atopischen Dermatitis, die auch als Neurodermitis bezeichnet wird, haben ein teilweise deutlich erhöhtes Risiko auf eine Autoimmunerkrankung. Dies kam in einer Fall-Kontroll-Studie im British Journal of Dermatology (2020; DOI: 10.1111/bjd.19624) heraus.

Die atopische Dermatitis gehört zu den häufigsten Hauterkrankungen, unter der zunehmend auch Erwachsene leiden. Die Dermatose, die auf einer epidermalen Barrierestörung beruht, erhöht die Anfälligkeit auf Allergien. Ob es auch eine Assoziation mit Autoimmunerkrankungen gibt, war bisher unklar.

Lina Ivert vom Karolinska Institut in Stockholm und Mitarbeiter haben den Zusammenhang jetzt untersucht. Ihr Ausgangsmaterial bilden die schwedischen Personen- und Krankenregister, in denen die Patienten mit identischen Personennummern geführt werden, was registerübergreifende Analysen ermöglicht.

Die Forscher stellen in einer Fall-Kontroll-Studie 104.832 Patienten, bei denen in der Klinik oder von einem Facharzt eine atopische Dermatitis diagnostiziert wurde, jeweils 10 per Zufall ausgewählte Schweden gleichen Alters und Geschlechts gegenüber.

Ergebnis: Die Patienten mit atopischer Dermatitis litten doppelt so häufig an einer Autoimmun­erkrankung. Ivert ermittelt eine adjustierte Odds Ratio (aOR) von 1,97, die mit einem 95-%-Konfidenz­intervall von 1,93 bis 2,10 statistisch signifikant war.

Die stärksten Assoziationen bestanden mit mehreren Autoimmunerkrankungen der Haut: An einer Dermatitis herpetiformis erkrankten die Neurodermitiker 10-fach häufiger (aOR 9,76; 8,10 bis 11,76). 5-fach erhöht waren die Risiken auf eine Alopecia areata (aOR 5,11; 4,75 bis 5,49) und auf eine chronische Urtikaria (aOR 4,82; 4,48 bis 5,19).

Auch an Magen-Darm-Erkrankungen mit autoimmuner Genese wie der Zöliakie, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa erkranken Menschen mit atopischer Dermatitis häufiger, ebenso wie an Bindegewebs­erkrankungen wie dem systemischen Lupus erythematodes, Morbus Bechterew und rheumatoide Arthritis.

Die Assoziation waren bei Männern insgesamt etwas stärker als bei Frauen (aOR 2,18 versus 1,89), signifikant war der Geschlechtsunterschied allerdings nur für die rheumatoide Arthritis und die Zöliakie. Eine Assoziation mit dem Typ-1-Diabetes war nur bei Männern nachweisbar. © rme/aerzteblatt.de

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