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Medizin

Nacht­schichtarbeiter leiden häufiger unter Asthma

Donnerstag, 10. Dezember 2020

/picture alliance, Frank Rumpenhorst

Manchester – Schichtarbeiter, insbesondere diejenigen, die im ständigen Nachtschichtbetrieb arbeiten, haben möglicherweise ein erhöhtes Risiko, an mittelschwerem bis schwerem Asthma zu erkranken. Das berichten Wissenschaftler um Hannah Jane Durrington von der University of Manchester in der Zeitschrift BMJ Thorax (2020; DOI: 10.1136/thoraxjnl-2020-215218).

Etwa 1 von 5 Beschäftigten in den Industrieländern arbeitet laut den Forschern in permanenten oder rotierenden Nachtschichten. Schichtarbeit führe dazu, dass der zirkadiane Rhythmus eines Menschen nicht mit dem äußeren Hell-Dunkel-Zyklus zusammenpasse.

Die Wissenschaftler stützten sich bei ihrer Studie auf Informationen zu Medizin, Lebensstil und Beschäf­tigung von 286.825 britischen Bürgern, die diese zwischen 2007 und 2010 zur Verfügung gestellt haben. Die Teilnehmer waren zwischen 37 und 72 Jahre alt und entweder abhängig oder selbständig erwerbs­tätig.

Die meisten (83 %) arbeiteten zu regulären Bürozeiten, aber 17 % waren in Schichten tätig, von denen wiederum etwa die Hälfte Nachtschichten einbezog. Im Vergleich zu den Büroarbeitern waren die Schichtarbeiter eher Männer, Raucher und wohnten eher in städtischen Gebieten und in benachteiligten Stadtvierteln. Sie tranken weniger Alkohol, schliefen weniger und arbeiteten länger.

Etwa 14.238 (etwa 5 %) aller Studienteilnehmer hatten Asthma. Bei 4.783 (fast 2 %) waren die Symp­tome mäßig bis schwerwiegend. Die Forscher verglichen die Auswirkungen von Büro- und Schichtarbeit auf die Asthma-Diagnose, die Lungenfunktion und die Asthmasymptome.

Unter Berücksichtigung von Alter und Geschlecht sowie einer Vielzahl anderer potenziell einflussreicher Risikofaktoren stieg die Wahrscheinlichkeit, mäßiges bis schweres Asthma zu haben, bei fest angestel­lten Nachtschichtarbeitern im Vergleich zu Personen, die zu normalen Bürozeiten arbeiten, um 36 %.

Die Asthmawahrscheinlichkeit variierte dabei in Abhängigkeit vom individuellen Chronotyp. „Interes­­sant­erweise verändert sich der Chronotyp mit dem Alter, was darauf hindeutet, dass es für ältere Personen schwieriger sein könnte, sich an die Nachtschichtarbeit anzupassen als für jüngere Erwach­sene“, erklärten die Forscher.

Allerdings handle es sich um eine Beobachtungsstudie, die keine Ursache kläre, so die Forscher. „Es ist jedoch plausibel, dass eine zirkadiane Verlagerung zur Entwicklung von Asthma führt“, betonen sie. © hil/aerzteblatt.de

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