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Österreichische Analyse: Coronakrise schädigt Vertrauen in Demokratie

Mittwoch, 9. Dezember 2020

/Sven Bähren, stock.adobe.com

Wien – Die Auswirkungen der Coronakrise trüben laut einer österreichischen Analyse die Zustimmung von Menschen zur Demokratie. Besonders betroffen ist das wirtschaftlich schwächste Drittel, zu dem auch viele Angehörige der systemrelevanten Berufe in der Krise – etwa Pflegekräfte und Kassierer – gehör­ten.

Nur 44 Prozent dieser Befragten stimmten der Aussage zu, dass sie sich als Teil der Demokratie in Öster­reich fühlten. Das ergab der heute vorgestellte österreichische Demokratie Monitor 2020. Für die reprä­sentative Studie des Sozialforschungsinstituts Sora wurden von August bis Oktober knapp 2.200 Men­schen befragt.

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Das unterste Drittel zeige seit Jahren die schwächste Einstellung zur Demokratie und sehe sich am deutlichsten abgehängt, von der Politik abgewertet und politisch wirkungslos. Zusätzlich waren diese Menschen nun laut der Befragung finanziell und psychisch rund doppelt so stark wie der Durchschnitt von den Auswirkungen der Coronapandemie in Österreich betroffen.

Der Aussage, dass Demokratie die beste Staatsform sei, stimmten die Befragten, deren finanzielle Lage oder psychische Gesundheit sich in der Pandemie verschlechtert hat, nur noch zu rund 40 Prozent „sehr“ zu – im Gegensatz zu rund 60 Prozent derer, die keine Auswirkungen der Pandemie zu spüren meinten.

Insgesamt waren rund neun von zehn Menschen „sehr“ oder „ziemlich“ der Meinung, dass die Demo­kra­tie die beste Staatsform sei – bei allen außer den Bestverdienern allerdings weniger stark überzeugt als in den Vorjahren. Einen „starken Führer, der sich nicht um Parlament und Wahlen kümmern muss“ befür­worteten 19 Prozent aller Befragten.

Vertrauen in das Parlament hatten 70 Prozent des oberen Drittels, 55 Prozent der Mitte und nur 33 Pro­zent des unteren Drittels der Befragten in Österreich. © dpa/aerzteblatt.de

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