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Politik

Krankenhaus­gesellschaft NRW warnt vor Engpass in Kliniken

Mittwoch, 9. Dezember 2020

/picture alliance, Fabian Strauch

Düsseldorf – Die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen (NRW) melden eine stark steigende Auslastung mit schwer erkrankten COVID-19-Patienten. Innerhalb von nur einem Monat hat die Zahl der stationär auf­genommenen um 25 Prozent zugenommen.

Nach den Zahlen des NRW-Dashboards vom 9. Dezember werden derzeit 4.546 Patienten mit schweren COVID-19-Symptomen stationär in den Krankenhäusern des Landes behandelt. Einen Monat zuvor waren es noch 3.297. Auf den Intensivstationen liegen davon 982 Menschen (Vormonat: 792), von denen 677 (Vormonat 547) beatmet werden.

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Vor diesem Hintergrund hat der Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW), Jochen Brink, heute nachdrücklich an die Bürger appelliert, die Gefahr durch die Pandemie ernst zu nehmen und die geltenden Kontaktbeschränkungen zu akzeptieren.

„Die Zahlen zeigen, dass die Krankenhäuser die Situation insgesamt noch bewältigen können. Aber es wird langsam eng“, warnte Brink. Inzwischen häuften sich Meldungen aus den Städten und Kreisen im Land, dass einzelne Krankenhäuser sich aus der Notfallversorgung abmelden müssten, weil die Inten­sivstationen ausgelastet seien.

Brink mahnte: „Wenn die Infektionszahlen nicht wieder deutlich sinken, laufen die Krankenhäuser auch in Nordrhein-Westfalen voll.“ Das betreffe dann nicht nur Coronapatienten, sondern schlimmstenfalls auch viele andere akute Fälle, für die eine intensivmedizinische Behandlung dringend geboten sei. Wo Kliniken jetzt noch ihre Intensivkapazitäten ausweiten könnten, müssten sie dafür die Fachkräfte aus den Operationssälen einsetzen.

„Nur wenn alle sich an die Vorgaben der Coronaschutzverordnung halten, wenn alle die AHA-plus-L-Regeln beherzigen und vor allem wenn alle ihre sozialen Kontakte wirklich beschränken, können wir eine weitere Zuspitzung in unseren Städten und Kreisen verhindern“, mahnte der KGNW-Präsident. Es brauche diese gemeinsame Anstrengung, um das Gesundheitssystem auch bei einer weiter steigenden Zahl von COVID-19-Patienten robust zu halten. © may/EB/aerzteblatt.de

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