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Gesundheit bleibt eine Frage des sozialen Status

Donnerstag, 10. Dezember 2020

/JK Sulit, stock.adobe.com

Berlin – Bei Gesundheitsfragen geht ein Riss durch Deutschland: Menschen mit hohem sozioökono­mi­schem Status leben oftmals gesundheitsbewusster und achten mehr auf Prävention als Menschen mit niedrigem sozioökonomischem Status. Das zeigt der heute veröffentlichte Gesundheitsbericht „Status­symbol Gesundheit“ der Stiftung Gesundheitswissen.

„Gesundheit hängt auch im Jahr 2020 noch immer von der sozialen Schicht ab. Menschen mit niedrige­rem sozioökonomischem Status schätzen die eigene Gesundheit, ihre gesundheitsbezogene Lebensquali­tät und ihre Möglichkeiten, die eigene Gesundheit zu beeinflussen, wesentlich schlechter ein“, resümier­te Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Gesundheitswissen, die zentralen Studien­ergebnisse.

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Danach schätzen 75 Prozent sozioökonomisch besser Gestellten ihre Gesundheit als „gut“ bis „sehr gut“ ein, bei Befragten mit niedrigem Status sind es lediglich knapp 50 Prozent. Bevölkerungsübergreifend glauben 35 Prozent, „starken“ Einfluss auf die eigene Gesundheit zu haben. 2015 waren es noch 46 Pro­zent – ein Rückgang um elf Prozentpunkte.

Dabei hält die Mehrheit der Deutschen „Nichtrauchen“ (82 Prozent), „Genügend schlafen“ (80 Prozent), „Viel Bewegung“ (79 Prozent) und „Auf das Gewicht achten“ (78 Prozent) für besonders wichtig, um ge­sund zu bleiben. Allerdings beeinflusst der sozioökonomische Status auch das Wissen um diese Prä­ven­tionsmöglichkeiten.

So messen Menschen aus sozial höheren Schichten beispielsweise der Gewichtskontrolle mehr Bedeu­tung zu als Befragte mit niedrigem sozioökonomischem Status (82 zu 68 Prozent). Gleiches gilt für ge­sunde Ernährung (77 zu 60 Prozent) oder regelmäßigen Sport (82 zu 59 Prozent). Und selbst beim Nicht­rauchen lässt sich mit 88 zu 78 Prozent noch ein deutlicher Unterschied feststellen.

Zudem zeigt sich beim Thema Prävention ein deutlicher Unterschied zwischen Anspruch und Wirklich­keit: Obwohl vielen Bundesbürgern bewusst ist, dass sich bestimmte Verhaltensweisen positiv auf die Gesundheit auswirken können, setzt ein beträchtlicher Teil solche Maßnahmen nicht um. So verzichten nur 70 Prozent der Befragten nach eigenen Angaben auch tatsächlich aufs Rauchen – obwohl 82 Prozent der Befragten wissen, wie schädlich der Nikotinkonsum ist.

Auch hier zeigen sich sozioökonomische Abweichungen: Der Studie zufolge verzichten 78 Prozent der Besserverdienenden aus Gesundheitsgründen aufs Rauchen, der entsprechende Anteil der Befragten mit geringerem Einkommen liegt dagegen nur bei 60 Prozent. © hil/sb/aerzteblatt.de

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