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Uniklinik Freiburg berät Krankenhäuser in der Infektiologie

Montag, 28. Dezember 2020

/picture alliance, Patrick Seeger

Freiburg – Experten des Universitätsklinikums Freiburg sollen kleinere und mittlere Krankenhäuser bei der Behandlung von Patienten mit Infektionen unterstützen. Ein entsprechendes Projekt fördert der In­novationsfonds des Gemeinsame Bundes­aus­schusses (G-BA) mit 3,2 Millionen Euro für drei Jahre.

Am Universitätsklinikum Freiburg sind seit rund 20 Jahren Infektionsspezialisten unter der Leitung von Winfried Kern, Leiter der Abteilung Infektiologie der Klinik für Innere Medizin II, am Krankenbett im Ein­satz. Mit Unterstützung des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums haben sie zudem Antibiotic-Stewardship-Fortbildungen entwickelt. Im Fokus dieser Programme und Fortbildungen steht der möglichst zielge­richtete und verantwortungsvolle Einsatz von Antibiotika.

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„Mit dem jetzt bewilligten Projekt kann der Wissenstransfer strukturiert ausgebaut werden, um die Pa­tienten auch in der Fläche bestmöglich zu versorgen“, sagte Robert Thimme, ärztlicher Direktor der Kli­nik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Freiburg.

„Zahlreiche Studien der letzten Jahre zeigen, dass sich die Versorgungsqualität und Behandlungs­ergeb­nisse durch Einbeziehung klinischer Infektiologen deutlich verbessern lassen, was bei einigen Infektio­nen auch in einer niedrigeren Sterblichkeit messbar wird“, sagte der Projektleiter Siegbert Rieg, Oberarzt in der Abteilung Infektiologie der Klinik für Innere Medizin II.

Darum sollen nun in Baden-Württemberg in zehn Krankenhäusern – die rund zehn Prozent der statio­nä­ren Betten umfassen – Schulungen unterschiedlicher Intensität zum sinnvollen Antibiotikaeinsatz in Kombination mit Bera­tungs- und Konsiliartätigkeit durch klinische Infektiologen etabliert werden.

Die Projektpartner untersuchen dann die Auswirkungen auf Behandlungsergebnisse, Antibiotika­ver­brauch und Krankenhausliegedauern wie auch die Frage, welche Teile der neuen, modellhaften Versor­gungsform praxistauglich sind und in die Regelversorgung umgesetzt werden können.

An dem Projekt beteiligen sich die Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung des Uni­versitätsklinikums Freiburg, die AOK Baden-Württemberg und zehn nicht-universitäre Krankenhäuser. © hil/aerzteblatt.de

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