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Warn-App NINA soll besser werden

Montag, 14. Dezember 2020

/picture alliance, Revierfoto

Bonn – Selbst regeltreue Bürger blicken langsam nicht mehr durch, wo sie wann Maske tragen und wie viele Menschen aus wie vielen Haushalten sie wo treffen dürfen. Die staatliche Warn-App NINA soll des­halb von dieser Woche auch lokale Daten zu Coronainfektionszahlen und den jeweiligen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus vor Ort liefern.

„Der Informationsbedarf der Menschen in Deutschland ist in Coronazeiten natürlich enorm“, sagte der Präsident des in Bonn beheimateten Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster. Gleichzeitig herrsche oft eine große Verunsicherung darüber, welche Regeln aktuell an dem Ort gelten, an dem man sich gerade aufhält.

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Das müsse sich dringend ändern, betonte Schuster, der die Leitung der Behörde am 10. November über­nommen hatte. Ihm sei daher wichtig gewesen, „dass dieses Update jetzt noch rechtzeitig vor den Weih­nachtstagen kommt, an denen wahrscheinlich mehr Menschen als zuletzt einen Ortswechsel vornehmen werden, etwa um die Eltern zu besuchen“.

Im Laufe des Monats Januar sollen dann auch für jede Region Informationen zum Thema Impfung bereit­gestellt werden. Schuster sagte: „Mein Ziel ist es außerdem, in der App demnächst in einfach verständli­cher Form die Einreise- und Quarantänebestimmungen der jeweiligen Bundesländer nach einem Aufent­halt im Ausland für den jeweiligen Ort abrufbar zu machen.“

Denn auch die sind ziemlich komplex und zum Teil sehr unterschiedlich. Beispielsweise ist in Nordrhein-Westfalen jeder, der sich „im Grenzverkehr mit den Niederlanden, Belgien und Luxemburg für bis zu 24 Stunden“ im Ausland aufhält, nach seiner Rückkehr von der Quarantäneverpflichtung ausgenommen. Im benachbarten Rheinland-Pfalz gibt es auch eine Ausnahmeregelung, doch die sieht ganz anders aus.

Die neue NINA-Version 3.3 soll die Menüelemente und wichtige Inhalte von Warnmeldungen laut BBK künftig auch in sieben Fremdsprachen – Arabisch, Englisch, Französisch, Polnisch, Russisch Spanisch, Türkisch – sowie in leichter deutscher Sprache anbieten.

Die Warnmeldungen, die über NINA verschickt werden, stammen aus den bundesweit mehr als 250 Rettungsleitstellen. Dabei geht es oft um Unwetter, Brände oder Bombenfunde bei Bauarbeiten. Nach Angaben des BBK haben aktuell rund 8,1 Millionen Nutzer die App installiert.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte den langjährigen CDU-Bundestagsabgeordneten Schus­ter zum neuen Leiter des BBK gemacht nachdem es im September eine massive Panne beim ersten bun­desweiten Warntag gegeben hatte. Vor seinem Einstieg in die Politik war Schuster in leitender Funktion bei der Bundespolizei beschäftigt. © dpa/aerzteblatt.de

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