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Politik

Lauterbach kritisiert geringe Impfbereitschaft unter Gesundheitspersonal

Montag, 14. Dezember 2020

/picture alliance, Michael Kappeler

Berlin – Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat eine zu geringe Bereitschaft des Gesundheits­personals in Deutschland kritisiert, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen. „Es überrascht mich, dass die Impfbereitschaft beim medizinischen Personal nicht deutlich höher ist und es eine so große Zurück­hal­tung gibt“, sagte Lauterbach der Funke Mediengruppe.

Vermutlich stehe dahinter die Einschät­zung vieler Mediziner und Pflegekräfte, nicht zur Hochrisiko­grup­pe gehören und durch Spezialkleidung gut geschützt zu sein. Lauterbach, der selber Mediziner ist, wand­te sich jedoch gegen eine Impfpflicht für bestimmte Berufs­gruppen. Eine Impfung gegen COVID-19 müsse die freiwillige Entscheidung jedes Einzelnen sein.

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Die Ständige Impfkommission (STIKO) hatte kürzlich auf eine Umfrage verwiesen, wonach die Impfbe­reit­­schaft in Deutschland seit dem Frühjahr stetig gesunken ist und beim medizinischen Personal sogar geringer ist als beim Rest der Bevölkerung.

Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Claudia Schmidtke (CDU), erwartet jedoch, dass die Impf­bereitschaft bei Ärzten und Pflegekräften zunehmen wird, sobald Impfstoffe in Deutschland zugelassen sind. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Impfbereitschaft des medizinischen Personals steigen wird, wenn es ein konkretes Impfangebot gibt“, sagte Schmidtke.

Sie appellierte „eindringlich gerade auch an die Menschen in den Gesundheitsberufen, die prioritär geimpft werden können, diese Möglichkeit auch zu nutzen“. Es gehe dabei nicht nur um den eigenen Schutz, sondern auch um den der Patienten. Ärzte hätten bei der Eindämmung der Coronapandemie „eine wichtige Vorbildfunktion“. Eine Impfpflicht für medizinische Berufsgruppen werde es aber nicht geben. © afp/aerzteblatt.de

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