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Vermischtes

Schienenlärm soll weiter gesenkt werden

Dienstag, 15. Dezember 2020

/picture alliance, Sodapix AG, Spremberg Karl-Heinz

Berlin – In den nächsten zehn Jahren sollen weitere 800.000 Anwohner von Bahnstrecken von Schienen­lärm entlastet werden. Dazu sollen Lärmschutzwände gebaut und Hauseigentümer Geld für Schall­schutz­fenster erhalten.

Wie der Bund und die Deutsche Bahn gestern ankündigten, sollen bis 2030 so jährlich 125 Kilometer Schienenwege lärmsaniert werden. „Die Anwohner entlang der Bahnstrecken haben ein Recht darauf, dass wir sie bestmöglich vor dem Lärm der Schiene schützen“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).

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Viele Anwohner werden aber noch jahrelang auf Lärmschutz warten müssen. 2050 sollen alle betrof­fe­nen 6.500 Streckenkilometer saniert sein, ein Fünftel des Netzes. „Wir werden zügig planen und bauen“, versicherte Bahn-Infraktrukturvorstand Ronald Pofalla.

Saniert worden sind seit 1999 rund 2.000 Kilometer. 64.000 Wohnungen erhielten Schallschutzfenster. Außerdem erhielten zehntausende Güterwagen lärmmindernde Bremsen. Damit sei der Schienenlärm wie geplant halbiert worden, hieß es.

Besonders laute Güterwagen dürfen seit Sonntag nicht mehr auf dem deutschen Schienennetz fahren. Die deutschen Güterwagenhalter haben nach eigenen Angaben sämtliche Wagen zum Stichtag umge­rüs­tet. Statt mit Gußstahlsohlen bremsen sie nun mit einem Verbundstoff, der die Räder weniger aufraut und so weniger Lärm erzeugt.

Viele ausländische Güterbahnen, die regelmäßig durch Deuschland fahren, haben ihre Wagen aber nicht umgerüstet. Anders als geplant droht ihnen bei Verstößen kein Bußgeld. Das Verkehrsministerium hat es für ein Jahr ausgesetzt. Scheuer begründete dies damit, dass es durch die Coronapandemie Engpässe bei der Umrüstung gegeben habe. Zugleich sicherte er strenge Kontrollen zu. © dpa/aerzteblatt.de

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