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Zahl der Pflegebedürftigen nimmt stark zu

Dienstag, 15. Dezember 2020

/picture alliance, dpa-tmn, Arno Burgi

Wiesbaden – Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland, die Leistungen der Pflegeversicherung er­halten, hat deutlich zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, waren im Dezember 2019 rund 4,13 Millionen Menschen pflegebedürftig. Im Dezember 2017 waren es noch 3,41 Millionen gewesen.

Die starke Zunahme um 0,71 Millionen Pflegebedürftige (plus 21 Prozent) ist nach Angaben der Statisti­ker zum großen Teil auf die Einführung des neuen, weiter gefassten Pflegebedürftigkeitsbegriffs zum 1. Januar 2017 zurückzuführen. Seither werden mehr Menschen als pflegebedürftig eingestuft als zuvor.

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Vier von fünf Pflegebedürftigen (80 Prozent beziehungsweise 3,31 Millionen) wurden zu Hause versorgt. Davon wurden 2,33 Millionen Pflegebedürftige überwiegend durch Angehörige gepflegt. Weitere 0,98 Millionen Pflegebedürftige lebten ebenfalls in Privathaushalten und wurden zusammen mit oder voll­ständig durch ambulante Pflege- und Betreuungsdienste versorgt. Ein Fünftel der Pflegebedürftigen (20 Prozent beziehungsweise 0,82 Millionen) wurde in Pflegeheimen vollstationär betreut.

Im Vergleich zu Dezember 2017 ist die Zahl der in Heimen vollstationär versorgten Pflegebedürftigen konstant geblieben. Die Zahl der zu Hause gepflegten Personen nahm dagegen um 710.000 zu (plus 27 Prozent). Ende 2019 waren 80 Prozent der Pflegebedürftigen 65 Jahre und älter, mehr als ein Drittel (34 Prozent) war mindestens 85 Jahre alt. Die Mehrheit der Pflegebedürftigen war weiblich (62 Prozent).

Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu sein. Während bei den 70- bis 74-Jährigen rund 8 Prozent pflegebedürftig waren, wurde für die ab 90-Jährigen mit 76 Prozent die höchste Pflegequote ermittelt.

Insgesamt gab es 2019 in Deutschland rund 15.400 Pflegeheime, in denen 796.000 Personen beschäftigt waren, was 577.000 Vollzeitstellen entsprach. 53 Prozent der Einrichtungen waren dabei in freigemein­nütziger, also meist kirchlicher Trägerschaft. Der Anteil der Privaten betrug 43 Prozent. Die Zahl der Heime insgesamt stieg seit 2017 um 6,2 Prozent beziehungsweise rund 900 Einrichtungen.

Daneben gab es 14.700 ambulante Dienste mit 422.000 Beschäftigten, was 288.000 Vollzeitstellen ent­spricht. 67 Prozent der Einrichtungen waren in privater Trägerschaft; der Anteil der freigemein­nützigen Träger, vor allem Diakonie und Caritas, betrug 32 Prozent. Die Zahl der ambulanten Dienste stieg im Ver­gleich zu 2017 um 4,5 Prozent beziehungsweise 600 Einrichtungen. © kna/aerzteblatt.de

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