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Erneut mehr junge Menschen mit problematischem Internet- und Computerverhalten

Dienstag, 15. Dezember 2020

/nadezhda1906, stock.adobe.com

Berlin – Der Anteil junger Menschen mit einer als problematisch eingestuften Internet- und Computer­nutzung ist in Deutschland zuletzt erneut gestiegen. Dies geht aus einer heute in Berlin veröffentlichten Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheit­liche Aufklärung (BZgA) und der Drogenbeauftragten der Bundesregierung hervor.

Der Anteil erhöhte sich demnach bei Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren zwischen 2015 und 2019 von 21,7 Prozent auf 30,4 Prozent. Bei jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren stieg er im selben Zeitraum von 15,2 Prozent auf 23 Prozent.

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Die Erhebung für die jüngste sogenannte Drogenaffinitätsstudie erfolgte im April und Juni vergangenen Jahres unter rund 7.000 jungen Menschen. Die Situation während der aktuellen Coronapandemie wird somit nicht beleuchtet.

Konkrete krankhafte Störungen mit Bezug zur Nutzung von Internet und Computer lagen im vergan­ge­nen Jahr bei 7,6 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen vor. In der Vorläuferstudie von 2015 war dies bei 5,7 Prozent der Fall. Bei den 18- bis 25-Jährigen lag der Anteil bei 4,1 Prozent verglichen mit 2,6 Prozent in der Untersuchung im Jahr 2015.

„Medien- und Internetabhängigkeit ist quasi die Droge der Zukunft. Immer mehr Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nutzen die digitalen Medien mehr als ihnen gut tut“, mahnte Drogenbeauftragte Da­niela Ludwig (CSU).

BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss rief dazu auf, „Suchtrisiken von digitalen Spielen“ nicht zu unterschätzen. Eltern und andere Erwachsene sollten Jugendlichen Risiken der „exzessiven Nutzung“ von Internet, Smart­phones und Computerspielen aufzeigen.

Der Studie zufolge nutzten Jugendliche bis 17 Jahren das Internet und Computerspiele 2019 privat im Durchschnitt 22,8 Stunden pro Woche. Bei den jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren waren es 23,6 Stunden.

Aktivitäten für Schule, Studium und Beruf zählten dabei nicht mit. Unter weiblichen jungen Menschen war problematisches Nutzungsverhalten etwas weiter verbreitet als unter den männlichen. © afp/aerzteblatt.de

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