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Vegane Ernährung in der Schwangerschaft: Ernährungsberatung empfohlen

Dienstag, 29. Dezember 2020

/minoandriani, stock.adobe.com

Bonn – Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ empfiehlt Frauen, die sich vegan ernähren, für die Schwanger­schaft eine Beratung bei Ärzten und Ernährungsberatern. Laut dem Netzwerk verzichten in Deutschland mittlerweile rund 1,13 Millionen Menschen ganz oder weitgehend auf tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Eier oder Milch. Die Mehrheit davon seien Frauen. Viele von ihnen möchten auch in der Schwan­gerschaft weiter vegan essen.

„Das birgt spezielle Risiken für die Entwicklung des Kindes. Schwangeren Veganerinnen empfehlen wir deshalb, mit Ärzten und Ernährungsberatern abzuklären, wie sie eine ausgewogene Versorgung mithilfe von Nährstoffpräparaten und angereicherten Lebensmitteln sicherstellen können“, sagte die Leiterin des Netzwerks, Maria Flothkötter.

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Sie weist insbesondere auf die Versorgung mit Vitamin B12, der Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA), Zink, Eiweiß, Eisen, Kalzium und Jod hin. Bekanntlich könne eine Vitamin-B12-Unterversorgung zu schwerer und dauerhafter Schädigung des kindlichen Nervensystems führen.

Deshalb sollten Veganerinnen nicht nur Jod und Folsäure, wie für alle Schwangeren empfohlen, sondern auch zusätzliche Mikronährstoffsupplemente einnehmen, insbesondere Vitamin B12. Die Versorgung mit kritischen Nährstoffen sollte zudem regelmäßig ärztlich geprüft und – mit Hilfe einer qualifizierten Er­nährungsberatung – über eine individuell abgestimmte Ernährung und Supplemente umgesetzt werden.

Das Netzwerk empfiehlt Veganerinnen, bereits bei Kinderwunsch eine qualifizierte Ernährungsberatung wahrzunehmen, um noch vor der Empfängnis eventuelle Nährstoffmängel zu beheben.

Den medizinischen Fachkräften empfiehlt das Netzwerk, die Überzeugung der Schwangeren und ihre Entscheidung für eine vegane Ernährung zu respektieren. Das Ziel der Fachkräfte sollte sein, mit der Schwangeren in einen Dialog zu treten. Das gelinge aber nur, wenn deren Überzeugungen nicht grundsätzlich in Frage gestellt würden. Sonst riskierten Ärzte, Hebammen und andere Beratende, im Gespräch nicht gehört zu werden, so die Expertin.

„Gesund ins Leben“ ist ein Netzwerk von Institutionen, Fachgesellschaften und Verbänden zur Förderung der frühkindlichen Gesundheit. Es ist angesiedelt im Bundeszentrum für Ernährung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. © hil/aerzteblatt.de

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