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Neue Datenbank zu politischen Maßnahmen gegen Coronapandemie

Dienstag, 29. Dezember 2020

/adiruch na chiangmai, stockadobecom

München – Eine Datenbank zu politischen Entscheidungen bezüglich der Coronapandemie haben Wis­senschaftler der Hochschule für Politik an der Technischen Universität München (TUM) zusammen mit einem weltweiten Expertennetz aufgebaut. In „CoronaNet“ sind Informationen über rund 50.000 Maß­nahmen in 195 Staaten abruf- und filterbar, teils bis zur kommunalen Ebene.

„Wie streng muss ein Lockdown sein, um Wirkung zu zeigen? Wann haben Länder mit niedrigen Covid-19-Fallzahlen welche Entscheidungen getroffen? Ist die Coronapolitik von Zentralstaaten erfolgreicher als von föderalen Staaten?“ sind einige der Fragestellungen, denen sich CoronaNet widmet.

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Die Datenbank wird von derzeit mehr als 500 Forschenden und Studierenden laufend ergänzt. Sämtliche Daten stehen öffentlich zur Verfügung und können nach verschiedenen Kategorien gefiltert werden. Die Daten können auch exportiert werden – für Nutzer, die wenig Erfahrung mit Statistikprogrammen haben, stellt CoronaNet zudem eine Lernplattform bereit.

„CoronaNet ist ein echtes Open-Science-Projekt“, betont der Projektleiter Luca Messerschmidt vom Lehr­stuhl für International Relations der TUM. „Unser Ziel ist, in dieser Situation großer Unsicherheit mög­lichst schnell möglichst viele Grundlagen für möglichst wertvolle Analysen zu schaffen“, ergänzt die zweite Projektleiterin Cindy Cheng. So sei es zum Beispiel möglich, die Maßnahmen in Relation zu den COVID-19-Fallzahlen zu setzen, um ihre Wirksamkeit zu untersuchen.

Mitglieder der „CoronaNet“-Gruppe haben Daten bereits in eigenen Forschungsarbeiten ausgewertet. Sie konnten dabei nach eigenen Angaben zum Beispiel die vielfach geäußerte Vermutung belegen, dass au­toritäre Staaten häufiger als andere Länder Maßnahmen angeordnet haben, die gleichzeitig dazu geeig­net sind, Kritik zu unterdrücken.

Vor allem verhängten diese Regierungen häufiger Abriegelungs- und Ausgangssperren, taten dies zu einem früheren Zeitpunkt in der Pandemie und hielten diese Regelungen über einen längeren Zeitraum aufrecht. Diese Publikation ist noch im Peer-Review-Verfahren und steht als Vorabpublikation zur Ver­fügung. © hil/aerzteblatt.de

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