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Immer mehr podologische Behandlungen bei Diabetespatienten

Mittwoch, 16. Dezember 2020

/picture alliance, Klaus Rose

Berlin – Immer mehr Diabetiker erhalten eine podologische Behandlung: Diese sind innerhalb von zehn Jahren bei Zuckerkranken um 74 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum ist die Amputationsrate bei Diabetespatienten um 15,5 Prozent zurückgegangen. Das zeigt der aktuelle Heilmittelbericht des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).

Die Autoren sehen einen kausalen Zusammenhang: „Dies dürfte nicht zuletzt ein Erfolg der struktu­rierten Behandlung in den Disease-Management-Programmen für Diabetespatienten sein, in denen regelmäßige ärztliche Kontrollen der Füße und bei Bedarf podologische Verordnungen vorgesehen sind. Die Behandlung durch Podologen kann bei der Vermeidung von schwerwiegenden Komplikationen unterstützen“, sagte Helmut Schröder, stellvertretender WIdO-Geschäftsführer.

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Von den insgesamt mehr als 26,8 Millionen AOK-Versicherten sind rund 3,17 Millionen an Diabetes mellitus erkrankt. Damit waren knapp zwölf Prozent aller AOK-Versicherten im Jahr 2019 an der Stoff­wechselerkrankung Diabetes vom Typ 1 oder Typ 2 betroffen. Knapp ein Drittel (32,1 Prozent) der AOK-versicherten Diabetespatienten litten laut dem Bericht im Jahr 2019 unter Neuropathien, einem diabe­tischen Fußsyndrom oder beidem.

Die podologischen Leistungen wurden 2002 in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen. Während im Jahr 2009 laut dem Bericht 67,6 je 1.000 AOK-Versicherte mit Diabetes mellitus podologisch behandelt wurden, waren es im Jahr 2019 bereits 117,4 je 1.000 AOK-Versicherte Diabetiker.

Von einer Fuß- oder Beinamputation waren 2009 5,3 je 1.000 AOK-Versicherte Diabetespatienten betroffen, im Jahr 2019 waren es 4,5 je 1.000 AOK-Versicherte Diabetiker.

In einer ersten Abschätzung zeigt sich laut dem WidO, dass sich auch im ersten Halbjahr 2020 der langjährige Trend eines Rückgangs der Amputationen unter den DiabetesPatienten fortsetzte.

Für den Heilmittelbericht 2020 hat das WIdO die insgesamt rund 46 Millionen Heilmittelleistungen ausgewertet, die 2019 zu Lasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung abgerechnet wurden. Der Heilmittelumsatz erreichte insgesamt 8,8 Milliarden Euro. © hil/aerzteblatt.de

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